Seefeld - Schockanruf? Enkeltrick? Viele haben schon Erfahrungen mit diesen Maschen von Betrügern gemacht. Was in einem solchen Fall hilft, verriet Polizeioberkommissar Daniel Schönig vom Präventionsteam der Polizeiinspektion Delmenhorst/Wesermarsch/Oldenburg-Land jetzt in einer öffentlichen Veranstaltung des Landfrauenvereins Seefeld im Dorfgemeinschaftshaus.
Polizist, Arzt oder naher Angehöriger: Als solche geben sich die Betrüger am Telefon gern aus. Sie wollen ihr Opfer dazu bringen, große Geldbeträge zu überweisen oder an Boten zu übergeben. Oft rufen sie gezielt ältere Menschen an.
Die angeblichen Angehörigen geben vor, eine neue Handynummer zu haben und nun leider eine wichtige Rechnung nicht online überweisen zu können. Ein anderes Beispiel von Daniel Schönig betraf die Online-Partnersuche, bei der die Zukünftige mit einer hohen Summe freigekauft werden muss. Die Betrüger schaffen zunächst Vertrauen und eine persönliche Basis, dann bauen sie Druck auf.
In solchen Fällen ist Vorsicht geboten. Die Angerufenen sollten den Angehörigen zurückrufen. Oder sie sollten die Polizei einschalten – auch im Nachhinein. Wer Betrügern auf den Leim gegangen ist, braucht sich nicht zu schämen, sagte Daniel Schönig: Die Täter gehen äußerst geschickt vor.
Verdacht schöpfen sollten Betroffene auch bei Gewinnversprechen, bei denen zunächst Gebühren für einen Notar überwiesen werden müssen, oder bei reisenden Tätern, die eine Dienstleistung anbieten. Später stellen sie oft eine überhöhte Rechnung aus.
