Seefeld - Während ihres Ferienjobs als Servicekraft im Mühlencafe’ hat sie von der Möglichkeit eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) der Fachrichtung Kultur im Kulturzentrum Seefelder Mühle erfahren. Paula Lahrmann hat sich beworben – und ist unter mehreren Bewerberinnen ausgewählt worden. „Sie ist eine Macherin“, sagt Geschäftsführerin Linda Grüneisen.
Paula Lahrmann ist Seefelderin – die erste aus dem Dorf, die in dem Kulturzentrum ein Freiwilliges Soziales Jahr absolviert.
Auch im Café
Paula Lahrmanns Vorgängerin im FSJ Kultur im Seefelder Kulturzentrum, Marie Engelmann aus Varel, sei eher eine Gestalterin. Geschäftsführerin Linda Grüneisen findet diesen Unterschied nicht schlecht. Es sei auch kein Problem, dass Paula Lahrmann weiterhin auch im Cafe’ tätig ist. Das bringe Abwechslung, die zudem eine Chance für die Kultureinrichtung insgesamt sein könne. Denn so könnten alle wegkommen von Orientierungen wie in einer Blase und mehr alles zusammen sehen – das Museumslädchen ebenso wie das Cafe’ und die Mühle sowie das Büro. Linda Grüneisen spricht von einer Art Schnittstelle, die Paula Lahrmann einnehmen könnte.
Das FSJ Kultur der Seefelderin hat am 1. September begonnen. Die 19-Jährige findet es schon jetzt „mega“. Sie fügt voller Freude hinzu: „Es läuft gut, macht Spaß.“ Sie weist in sozialen Medien auf die Angebote der Seefelder Mühle hin, nimmt Reservierungen für Veranstaltungen an, packt an beim Auf- und Abbau, arbeitet auch mit an Plakaten – „hält den Laden am Laufen.“
Fußball gespielt
Sie hat auch schon beim Abend- und Kinderkino mitgewirkt. Ein eigenes Projekt hat sie noch nicht. Vielleicht stellt sie für Kinder eine sportliche Veranstaltung auf der Mühlenwiese auf die Beine, regt Geschäftsführerin Linda Grüneisen an. Denn: Paula Lahrmann hat viele Jahre in der Spielgemeinschaft Schwei/Seefeld/Rönnelmoor in Jugendmannschaften Fußball gespielt.
Nach ihrem Erweiterten Realschulabschluss an der IGS Brake hatte sie überlegt, in die Veranstaltungsbranche zu gehen, das Fachabitur anzustreben oder sich bei der Polizei zu bewerben. Ein Freiwilliges Soziales Jahr sei gut geeignet, sich zu orientieren, auszuprobieren und zu recherchieren, sagt Linda Grüneisen. Im Seefelder Kulturzentrum könne Paula Lahrmann unter anderem erfahren, wie viel Detailarbeit hinter einer Konzertveranstaltung steckt – vom Kontaktieren der Künstler über die Gestaltung der Eintrittskarten bis hin zur Werbung. Die 19-jährige Seefelderin ist sicher: „Es wird auf jeden Fall ein spannendes Jahr.“
