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Schwimmendes Moor in Sehestedt Bohlenweg zur Infohütte repariert

Wolfgang Böning
Bürgermeister Henning Kaars (2. v. r.) besuchte die Reparaturmannschaft: Nadine Kellner (v. l.), Marcel Sakowitz, Annelie Hedden und Rüdiger von Lemm

Bürgermeister Henning Kaars (2. v. r.) besuchte die Reparaturmannschaft: Nadine Kellner (v. l.), Marcel Sakowitz, Annelie Hedden und Rüdiger von Lemm

Sehestedt - Das Schwimmende Moor von Sehestedt ist als weltweit einmaliges geologisches Naturdenkmal ein wichtiger Bestandteil des Weltnaturerbes Wattenmeer. Nur hier lässt sich die Entstehungsgeschichte weiter Teile der Küstenlandschaft noch ganz konkret nachvollziehen.

2007 gebaut

Bereits 2007 wurde hier im Zuge eines internationalen Jugendwerkes ein Bohlenweg in das Moor gebaut und eine Vogelbeobachtungshütte aufgestellt, um den Besuchern das bis dahin gänzlich gesperrte Gebiet zugänglich und erlebbar zu machen. Auf dem feuchten und unebenen Moorboden geht die Zeit jedoch nicht spurlos an der Holzkonstruktion des Weges vorbei. Daher waren Ausbesserungsarbeiten angesagt.

Für einen sicheren Bohlenweg nahmen Rüdiger von Lemm und Umweltpraktikantin Nadine Kellner von der Nationalpark-Erlebnisstation (Nest) Sehestedt, die Campingplatzwarte Marcel Sakowitz und Tim Schaper sowie die Rangerin Annelie Hedden von der Nationalparkverwaltung nun Sense, Säge, Hammer und Akkuschrauber in die Hand, um ihn zu reparieren. Jetzt ist der Weg zur Beobachtungshütte wieder sicher zu Fuß zu erreichen.

Geld für Neubau fehlte

Schon länger ist ein Neubau geplant, doch dafür fehlte immer das Geld. Nun ist ein Ende in Sicht: Die Nationalparkverwaltung in Wilhelmshaven hat angekündigt, den Bohlenweg zu erneuern. Dafür stehen auch Fördermittel zur Verfügung. Die Arbeiten sollen wieder durch die Jugendwerkstatt „Meyershof “ in Brake übernommen werden.

„Ich freue mich sehr, dass der Weg neu aufgebaut wird“, sagt Jades Bürgermeister Henning Kaars. Das Angebot sei von besonderem Wert für die Gemeinde – nicht nur für die Einheimischen, sondern auch für die touristischen Besucher, die häufig den Weg an die Wasserkante suchen würden.


Jährlich nutzen etwa 2000 Besucher die Nest-Angebote. Wie viele auf dem Bohlenweg unterwegs sind, lässt sich aber kaum ermitteln. „Sicher noch viel mehr“, vermutet Rüdiger von Lemm. „Schließlich steht die Infohütte das ganze Jahr über zur Verfügung.“

Viele Vogelarten zu beobachten

Der gut 150 Meter lange Bohlenweg führt vom Fuß des Außen-Deiches bis an die Abbruchkante des Moores. Aus der Hütte lassen sich das umliegende Gelände und verschiedene Vogelarten beobachten. Neben Kiebitzen, Regenpfeifern, Brachvögeln, Strandläufern und anderen Watt- und Wasservögeln finden sich dort zeitweise auch Säbelschnäbler ein. Im Inneren der Hütte bieten Schaubilder Informationen zu den vorkommenden Vogelarten und zur Entstehung des Schwimmenden Moores. Einige Naturkundler wünschen sich hier noch eine Sitzgelegenheit für die Rast.

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