Brake - Ängste, Panik und Depressionen gehören für viele Menschen zum Alltag dazu. Um diesem Kreislauf zu entfliehen, gehört vor allem Mut. Den Betroffenen in Brake möchten die Mitglieder einer Selbsthilfegruppe eine Brücke bauen. Gemeinsam sollen Ängste, Panik und Depressionen besiegt werden.
Die Selbsthilfegruppe Brake besteht seit 1997. Im 14-tägigen Rhythmus treffen sich die Mitglieder dienstags von 19 bis 21 Uhr in den Räumen der SPD Brake an der Breiten Straße 23. Die Sozialdemokraten unterstützen die Gruppe, die Nutzung der Räume ist kostenlos. Jeder ist willkommen.
Leben verändern
Ängste und Depressionen können im Leben alles verändern, es aus dem Gleichgewicht bringen. „Eine ärztliche Betreuung ist sehr wichtig und notwendig“, weiß Klaus Zaluszkiewicz. Doch den Betroffenen fällt es schwer, über sich und ihre Probleme zu reden. Aber das Reden kann vieles leichter machen. In der Gruppe könne man lernen, wie der eine oder andere damit umgeht, merkt er an. Klaus Zaluszkiewicz weiß auch, was es heißt, kaum Hilfe zu bekommen. Auch deshalb sei eine Selbsthilfegruppe sehr wichtig, um einen Anfang zu finden. In der Gemeinschaft ließen sich Vertrauen und Kraft schöpfen, um das Selbstbewusstsein zu stärken. Das sei ganz wichtig. Auch sollte man etwas Sport treiben und spazieren gehen oder sich anderen Interessen widmen, die einem guttun.
Den Problemen stellen
Durch eine Erkrankung ziehen sich laut Selbsthilfegruppe viele Betroffene aus dem aktiven Leben zurück und verlieren so an Lebensqualität. Sie sollten es versuchen, sich den Problemen zu stellen. Ihnen wird daher auch durch die gemeinsamen Treffen in Brake die Möglichkeit geboten, langsam wieder Freude an den schönen Dingen des Lebens zu erhalten. Es sind dabei allerdings Regeln zu beachten. So gibt es eine Schweigepflicht.
Gemeinsam gegen Depression, Angst und Panik heißt auch, über die eigenen Gefühle zu sprechen. Man trifft sich beispielsweise zum Grillen oder unternimmt Tagesfahrten.
Die Gruppe lädt daher immer wieder Referenten ein, die zum Thema Depression und Begleiterkrankungen sprechen. Betroffene haben die Möglichkeit, das Wissen über ihre Erkrankung zu erweitern und sich Anregungen zu holen.
Kontakt und weitere Informationen unter Telefon 04401/2523 und 0162/7837247 sowie Telefon 04734/910102.
