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Neues Spielhallengesetz in Niedersachsen Nach Corona folgen weitere harte Einschnitte für Spielhallen

Mit der Neuregelung des Spielhallenrechts will die niedersächsische Landesregierung Menschen besser vor einer Spielsucht schützen. (Symbolbild)

Mit der Neuregelung des Spielhallenrechts will die niedersächsische Landesregierung Menschen besser vor einer Spielsucht schützen. (Symbolbild)

Archiv/dpa

Brake/Norden - Seit Dienstag, 1. Februar, gilt in Niedersachsen das neue Spielhallengesetz: Damit ist nun das Rauchen in Spielhallen ebenso verboten wie der Zutritt für alle, die jünger als 21 Jahre sind. Außerdem gilt zwischen Mitternacht und 6 Uhr eine Nachtruhe. Für Spielhallenbetreiber sind das weitere harte Einschnitte – hatte schon die Corona-Pandemie der Branche in den letzten zwei Jahren erheblich zugesetzt. Mit der Neuregelung des Spielhallenrechts will die niedersächsische Landesregierung Menschen besser vor einer Spielsucht schützen und gleichzeitig die wirtschaftlichen Interessen der Branche berücksichtigen. Dennoch rechnen Spielhallenbetreiber mit Umsatzeinbußen.

Weitere Einschränkungen

Ein Sprecher einer Spielhalle in Brake, der namentlich nicht genannt werden will, teilte auf Nachfrage unserer Redaktion mit, was das neue Gesetz für die Branche bedeutet: Es sei traurig, dass man den Betrieb nun weiter einschränken müsse, obwohl bereits die vergangenen zwei Jahre wegen der Pandemie und dem zeitweisen Lockdown nicht einfach gewesen seien.

Alle neuen Vorschriften werden in der Spielhalle aber umgesetzt, so der Sprecher. Auch wenn das bedeute, mit weiteren Umsatzeinbrüchen rechnen zu müssen.

Geteilte Äußerungen

Simon Obermeier, Pressesprecher von Löwen-Entertainment aus Bingen, dem Betreiber der Admiral-Spielhallen, äußerte sich nicht zu Auswirkungen der Nachtruhe. Tendenziell seien die Spielhallen, die sowohl in der Wesermarsch als auch in Ostfriesland vertreten sind, in den Abendstunden aber am stärksten frequentiert.

Außerdem bleibt unklar, ob in naher Zukunft Spielhallen des Unternehmens geschlossen werden. Aussagen zu einzelnen Standorten wollte der Pressesprecher nicht treffen. Laut Obermeier geht man aber nicht von einer Schließungswelle aus. Auch die Anhebung des Mindestalters für den Zutritt in Spielhallen werde keine größeren wirtschaftlichen Auswirkungen haben, da der Großteil der Gäste 25 Jahre und älter sei, so der Sprecher von Löwen-Entertainment.


Der Sprecher der einer Spielhalle in Brake äußert sich zu einer möglichen Schließung bedenklich: „Mit dem Spielhallengesetz sind wir auf einer neuen Stufe, auf der wir uns kaum halten können.“

Stephanie Meyer
Stephanie Meyer Redaktion Nordenham
Elisabeth Ahrends
Elisabeth Ahrends Emder Zeitung (Leitung)
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