Über ein Holzpferd freuen sich die Kinder des Tobias-Spielkreises. Die Underwater Dragons hatten mit dem Reittier den Wunsch der 18 Kinder erfüllt, mit denen Ina Körber montags bis freitags im evangelischen Gemeindehaus spielt, bastelt, singt und tobt. Dass sie Überschüsse mit ihrer Nikolausaktion erzielen würden, hatten die Drachenbootpaddler nicht erwartet. Aber dann einfach das Geld für sich behalten, wollten die „Dragons“ auch nicht. „Da das Nikolauspaddeln eine Veranstaltung für Kinder ist, sollte ein eventueller Gewinn auch Kindern zufließen“, sagt Udo Fuhrmann, der neben Joachim Hellrung, Tina Brumund und Jane Porath zum Organisationsteam gehörte. Damit nicht genug: Auf der jüngsten Jahreshauptversammlung haben einige Vereinsmitglieder mit ihren Spenden den Betrag auf 400 Euro aufgestockt, um den Wunsch erfüllen zu können.

In diesem Jahr wird der Nikolaus wieder mit dem Drachenboot angefahren kommen. „Aus der Nummer kommen wir wohl nicht mehr raus“, sagte Udo Fuhrmann schmunzelnd. Für die Paddler sei es ein unbeschreiblicher Gänsehautmoment gewesen, im vergangenen Jahr noch mehr Menschen als 2014 auf und neben der Ollenbrücke aus der Dunkelheit auftauchen zu sehen.

Abstimmen bis die Leitung glüht, lautete das Motto im Horthaus der Kindertagesstätte Lemwerder. Marc Oliver Grotheer hatte die Idee, an der Spielpark-Aktion des Radiosenders FFN teilzunehmen. Der Radiosender hat an den Ort mit den meisten Stimmen einen „Traumspielpark“ mit Piratenschiff, verschiedenen Schaukeln, Seilbahn und Balancieranlage verlost.

„Die Bürgermeisterin, die seitens der Gemeinde ihre Zustimmung geben musste, fand die Idee gut“, berichtete der engagierte Vater, der zusammen mit seinen Mitstreitern 14 Laptops in den Räumen des Kinderhorts aufgebaut hatte. Außerdem wurden Hotspots eingerichtet, damit beim „Familienvoting“ auch fleißig mit Handys Stimmen abgegeben werden konnten. Mindestens 1000 Klicks habe die Aktion gebracht, vermutet Grotheer, der wusste, wie hoch die Latte bei so einer Aktion hängt. Bereits am Voting, mit dem Rea Garvey nach Lemwerder geholt werden sollte, habe man sich beteiligt und sei mit 25 000 Klicks auf dem achten Platz gelandet.

Diesmal hat es „nur“ für Platz neun (bei 115 teilnehmenden Städten und Gemeinden in Niedersachsen) gereicht. Sieger wurde die Gemeinde Seeburg im Landkreis Göttingen.