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Tourismus in Elsfleth Stadt Elsfleth will digitale Führungen einrichten

Die Stele des Elsflether Kapitäns Horst Werner Janssen, die an der  Kaje steht, könnte eine Station der angedachten digitalen Gästeführung werden.

Die Stele des Elsflether Kapitäns Horst Werner Janssen, die an der Kaje steht, könnte eine Station der angedachten digitalen Gästeführung werden.

Archiv/Evelyn Eischeid

Elsfleth - Die Stadt Elsfleth möchte eine digitale Gästeführung einrichten, berichtete Fachdienstleiter Thomas Schnare im Ausschuss für Marktwesen und Touristik. Dafür möchte die Verwaltung 14.500 Euro in den Haushalt einstellen. Das vorläufige Konzept sieht vor, an 12 Punkten der Stadt Audioguides einzurichten. Diese könnten durch QR-Codes und Hinweisschilder mit einer Telefonnummer genutzt werden. Über den Code oder unter der Telefonnummer erhalten die Gäste dann Informationen zu dem entsprechenden Ort, an dem sie sich gerade befinden, erläuterte Lea Gehlhaar, Leiterin der Touristik-Information. Sie und ihr Team tragen die nötigen Informationen für die einzelnen Punkte zusammen. Ein professionelles Unternehmen würde die Texte dann einsprechen. Bisher sei geplant, auch zwei Stationen mit plattdeutschen Texten anzubieten. Hier habe die Verwaltung bereits Hans Meinen, den Plattdeutschbeauftragten des Landkreises, mit ins Boot geholt.

14.500 Euro

Mit den voraussichtlichen Kosten von 14.500 Euro wäre die Einrichtung der digitalen Gästeführung einer der größten Posten im Haushalt im Bereich Ordnung, Jugend und Soziales. Doch diese Kosten seien einmalig, betonte Thomas Schnare. Wenn die digitale Stadtführung erst einmal eingerichtet ist, entstünden keine Folgekosten, hieß es. „Wir planen die Einrichtung einer solchen digitalen Gästeführung schon seit einigen Jahren“, sagte Thomas Schnare. Die Corona-Pandemie habe die Verwaltung in diesem Vorhaben bestätigt. Denn während der Pandemie hatten streckenweise gar keine Veranstaltungen stattfinden können. Eine digitale Gästeführung könnten Gäste wie Elsflether zu jeder Zeit und völlig unabhängig nutzen.

Dem stimmte auch Lea Gehlhaar zu, Corona habe gezeigt, wie wichtig solche Zusatzangebote seien. Beide betonten jedoch, dass die digitale Gästeführung keinesfalls die traditionellen Gästeführungen ablösen sollen. Als ein Zusatzangebot hätte sie jedoch den Vorteil, dass die Gäste die digitale Führung auch spontan nutzen können.

Anhand von Karten oder Flyern, auf denen die verschiedenen Stationen vermerkt sind, könnten sich Gäste wie Elsflether dann auf eigene Faust auf den Weg durch die Stadt machen. Selbstverständlich wäre dieses Material über die Touristik-Information erhältlich, erläuterte Lea Gehlhaar das Konzept. Die digitale Gästeführung würde viele Zielgruppen ansprechen, warb die Leiterin des Touristik-Büros. Das Angebot könnte von Campern auf dem Wohnmobilstellplatz, die in der Regel zur Generation Ü60 gehören, wie auch von Schülern, die für den Heimatkundeunterricht recherchieren, gleichermaßen genutzt werden, sagte Lea Gehlhaar.

Baustromverteiler

Kurz diskutiert wurde im Ausschuss auch über den Haushaltsposten Baustromverteiler für den Wochenmarkt. Es sind 1.500 Euro als Miete für einen Baustromverteiler für den Wochenmarkt vorgesehen. Der Markt war aufgrund der Sanierung der Deichstraße zur Kaje umgezogen und findet durch die Corona-Pandemie noch immer dort statt. CDU-Ratsherr Heinz Doormann kam diese Summe jedoch recht hoch vor. Er meinte, man könne einen solchen Baustromverteiler günstiger kaufen. Andreas Haane und Thomas Schnare wiesen darauf hin, dass in der Miete im aktuellen Vertrag vor allem auch der „technische Support“ enthalten sei.

Merle Ullrich
Merle Ullrich Redaktion Brake
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