Elsfleth - Das Loch im Elsflether Haushalt ist nach den Beratungen in den Fachausschüssen noch ein wenig gewachsen. Wie Kämmerin Julia Bernholdt in der Ratssitzung berichtete, liege der Fehlbetrag nun bei 1.594.300 Euro. Gegenüber dem Haushaltsentwurf (1.584.800 Euro) hätten sich folgende Änderungen ergeben: Der Schulausschuss hatte sich dafür ausgesprochen, zusätzliche 21.000 Euro für die nötige Erneuerung der Dachrinnen an der Grundschule Lienen in den Haushalt einzustellen. Kleinere Beträge wollten die Mitglieder des Sozialausschusses für die Öffentlichkeitsarbeit gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit (1000 Euro), die Förderung der Jugendarbeit (3000 Euro) und eine Dauerkunstausstellung im Freien (1500 Euro) einsetzen.
Einsparung
Einsparungen empfahlen der Bauausschuss und der Finanzausschuss dagegen für die Touristikinformation, wo auf Einbauschränke (2000 Euro) verzichtet werden soll und die Erneuerung des Zaunes bei der Feuerwehr Elsfleth (15.000 Euro). Sie soll auf nächstes Jahr verschoben werden, fasste die Kämmerin zusammen. Somit verschlechtert sich das Ergebnis um 9500 Euro.
Auch bei den geplanten Investitionen hat es durch die Beratungen in den Fachausschüssen Änderungen gegeben. Im Schulausschuss stimmten die Mitglieder dafür, 50.000 Euro für erste Planungen zum Umbau der Grundschule Elsfleth mit Blick auf die Ganztagsschule in den Haushalt einzustellen. 20.000 Euro werden fällig, weil im Hafenbereich Stromversorgungspolder ausgetauscht werden müssen, hatte Hartmut Doyen im Bauausschuss erläutert, weitere 30.000 Euro möchten die Mitglieder des Bauausschusses schon in 2024 einsetzen, um eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Bauhofs zu installieren. Gelder für die Anlage waren eigentlich erst in 2025 im Haushalt vorgesehen. Da in diesem Jahr aber das Dach des Bauhofs saniert wird und neue E-Fahrzeuge angeschafft werden sollen, empfahl der Ausschuss, den Bau der Photovoltaikanlage vorzuziehen. So erhöht sich auch die Summe, die die Stadt Elsfleth als Kredit aufnehmen möchte um insgesamt 100.000 Euro auf 1.396.900 Euro.
Rücklagen
Doch weil die Stadt noch über Rücklagen von gut 2 Millionen Euro (nach Abschluss von 2023) verfügt, kann sie das Haushaltsdefizit ausgleichen und den Fehlbetrag von 1.594.300 Euro decken. Deshalb muss kein Haushaltssicherungskonzept aufgestellt werden, erläuterte Julia Bernhardt. Doch das werde in den kommenden Jahren anders aussehen, mahnte die Kämmerin schon jetzt.
