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NWZonline.de Region Wesermarsch

Goldfischmob Zieht Kreise Bis Nach Stadland: Treibsel von Strohauser Plate bringt Fische in Form

18.04.2019

Strohausen Einen ganzen Anhänger voller Treibsel haben Jugendliche der Jugendwerkstätten und des Pro-Aktiv-Centers (Pace) der Kreisvolkshochschule Wesermarsch auf der Strohauser Plate gesammelt. Sie beteiligen sich an dem Kunstprojekt „Goldfischmob“, das von der bildenden Künstlerin und Lehrerin an der Zinzendorfschule Tossens, Christiane Ahlers, initiiert wurde. Das Treibgut soll als Füllmaterial für große, bunte Goldfische dienen. Kurz vor Ostern setzten jetzt also zehn Jugendliche zusammen mit ihren Anleitern Hergen Eilers, Elisabeth Stamer, Heiko Bahlmann und Künstlerin Christiane Ahlers zur Weserinsel über.

In dem Kunst-Projekt werden im Juni Hunderte selbsthergestellter Goldfische den Strand von Eckwarderhörne in Richtung Tossens bevölkern. Damit möchte Christiane Ahlers auf den ökologischen Schatz, der in der Wesermarsch quasi direkt vor der Haustür liegt, das Wattenmeer, aufmerksam machen.

Recyceltes Material

Natürlich gehören Goldfische nicht in die Nordsee. Genau das errege Aufmerksamkeit, ist sich Christiane Ahlers sicher. Die Goldfische sollen aus recyceltem Material, wie zum Beispiel alter Bettwäsche, Bettlaken oder Vorhängen bestehen. Gefüllt werden sollen sie mit Treibsel. „Treibsel fällt im Winter bergeweise an den Stränden an“, weiß Christiane Ahlers. Das sorge häufig für Probleme. „Der Deichband betreibt großen Aufwand, das Treibsel zu entsorgen. Wir verwandeln Treibsel in Goldfische, also in etwas, das einen Wert hat“, sagt Christiane Ahlers.

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Mehrere Hundert Goldfische sollen es werden. Die kann die Künstlerin natürlich nicht alle alleine herstellen. An zahlreichen Aktionstagen war sie bereits in verschiedenen Institutionen, wie zum Beispiel dem Haus Christa in Butjadingen, zu Gast.

Vor einigen Wochen stellte sie ihr Kunstprojekt auch in den Jugendwerkstätten vor. „Im Team entstand relativ schnell die Idee, den ökologischen Aspekt aufzugreifen“, erzählt sie. Die Jugendlichen sind bereits mit anderen Projekten auf der Strohauser Plate aktiv. In Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises haben sie dort bereits eine Wild und Sichtschutzhecke gepflanzt, berichtet der Anleiter im Gartenbereich, Hergen Eilers.

Auch diverse Pflegearbeiten übernehmen die Jugendlichen auf der Weserinsel. „Im Zuge dessen haben wir gesagt, wir sammeln dort auch Treibsel“, erzählt er. Es sei noch einmal etwas ganz Anderes, das Treibgut für die Goldfische mit den eigenen Händen aufzusammeln, statt es sich vom Deichband liefern zu lassen, ist Christiane Ahlers überzeugt. Für die Jugendlichen komme noch ein besonderer Spaßfaktor hinzu. „Sie müssen ja erst übersetzen“, sagt Hergen Eilers.

6 Stunden, 33 Fische

Auch Jugendliche des Pro-Aktiv-Centers (Pace) waren bei der Sammelaktion auf der Strohauser Plate dabei. „Wir haben den Workshop ,Schrott wird hot’, in dem es eigentlich um Upcycling geht“, erzählt Workshop-Leiter Heiko Bahlmann. Dabei hatten sie zum Beispiel Gürtel aus alten Fahrradschläuchen hergestellt.

„Ich habe ihnen angeboten, dass wir auch Fische nähen können, und die Teilnehmer waren sofort Feuer und Flamme“, erzählt er. So entstanden in nur sechs Stunden insgesamt 33 Fische, berichtet Heiko Bahlmann. „Es macht Spaß, und ich habe nähen gelernt“, erzählt der 21-Jährige Mirko, von seinen Erfahrungen in dem Projekt.

Inzwischen seien im gesamten Workshop-Raum Wäscheleinen gespannt, an denen die genähten und bunt bemalten Fischhüllen zum Trocknen hängen, erzählt Heiko Bahlmann. Als nächstes wollen sich die Jugendlichen im „Goldfisch-Batiken“ versuchen, verrät er vorab.

In einer „Extraschicht“ wollen die Jugendlichen dann ihre fertigen Fischhüllen mit dem nun gesammelten Treibsel füllen.

Am 4. Mai soll außerdem ein Aktionstag zum Kunstprojekt auf dem Nordenhamer Marktplatz stattfinden, erzählt Christiane Ahlers. Dann wird der Deichband dort einen Haufen Treibsel anliefern, mit dem die Projektteilnehmer ihre Goldfische befüllen können. Wer mitmachen möchte, kann am 4. Mai ab 10 Uhr einfach auf dem Marktplatz vorbeischauen.

Merle Ullrich Brake / Redaktion Brake
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