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Hundeverein Andras springt durchs Feuer

Jochen Eilers

SYUGGEWARDEN - Der Hund soll der beste Freund des Menschen sein. Doch was nützt diese Freundschaft, wenn Hasso, Bello und Co. nicht das tun, was ihr Herrchen möchte? Dieser Frage ging auch die Ortsgruppe Butjadingen im Verein für Deutsche Schäferhunde bei ihrem Tag der offenen Tür am Sonnabend nach.

Nicht nur trainierte Hunde

Auf dem Übungsgelände in Syuggewarden zeigten die Hundesportler, wie sie ihre Hunde ausbilden, damit diese selbst in schwierigen Situationen auf ihr Herrchen hören. Neben theoretischen Tipps gab es auch eine ganze Reihe von praktischen Vorführungen. Und mit dabei waren nicht nur ausgebildete Tiere. „Hier zeigen alle Hunde, was sie können“, sagte die Vorsitzende Petra Heidemann. „Wir wollen nicht nur fertig ausgebildete Hunde präsentieren sondern ganz bewusst auch die verschiedenen Stufen der Ausbildung zeigen.“

Vor allem im Mittelpunkt: die sogenannte Unterordnung. So mussten die Hunde genau das tun, was ihr Herrchen von ihnen verlangte. Entweder „bei Fuß“ laufen, „Sitz machen“ oder „Warten“, bis Herrchen den Hund zu sich rief. Wenn der Besitzer sich in einer Gruppe anderer Menschen unterhält, darf der Hund nicht bellen, knurren oder gar einen der Gesprächspartner anspringen.

Nicht mehr so ruhig ging es auf dem Übungsplatz bei den Schutzhund-Vorführungen zu. Simuliert wurde ein Handtaschenraub, bei dem ein Schutzhund aus einem vorbeifahrenden Auto sprang und dem Opfer zu Hilfe kam. Nach einer kurzen Verfolgungsjagd stellte der Hund den Dieb. Selbst als dieser versuchte, nochmals Reißaus zu nehmen, blieb der Hund besonnen und stellte den Übeltäter erneut, bis die Polizei ihn schließlich festnahm.

In der Ortsgruppe Butjadingen werden Unterordnung- und Schutzhund-Ausbildungen regelmäßig angeboten. Dabei ist die Dauer dieser Ausbildung sehr unterschiedlich. „Das hängt auch von der Trieblage des Hundes ab“, erläutert Petra Heidemann, die an jedem Sonnabend als Ausbilderin auf dem Platz in Syuggewarden zur Verfügung steht.


Spaß an der Bewegung ist für die Hunde der „Agility“-Parcours, der am Sonnabend ebenfalls vorgeführt wurde. Dabei geht es aber für die Hunde nur um den Spaß und nicht um Ausbildung oder Wettlaufen, machte Petra Heidemann deutlich. Die Hunde hätten Freude daran, über Balken zu balancieren, über Wippen oder durch Tunnel zu laufen oder über Hindernisse zu springen. Petra Heidemanns Hund Andras sprang dabei durch einen brennenden Ring.

Hund und Herrchen sprinten

Einen kleinen Wettbewerb gab es beim Tag der offenen Tür auch: Jedes Herrchen konnte mit seinem Hund an einem 100-Meter-Sprint teilnehmen.

Ganz praktische Ratschläge bei der Ersten Hilfe am Hund gab Tierarzt Dr. Rolf Urbich den Besuchern – bis zum gebrochenen Schienbein..

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