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„Tag der Generationen“ in Nordenham Ein kunterbuntes Mit- und Füreinander

Jens Milde
Auch die Kinder hatten ihren Spaß beim „Tag der Generationen“.

Auch die Kinder hatten ihren Spaß beim „Tag der Generationen“.

Jens Milde

Nordenham - Die Besucher staunten nicht schlecht, als die Jungen und Mädchen des St.-Willehad-Kindergartens am Freitag gemeinsam mit Pfarrer Karl Jasbinschek eine Statue vor dem Mehrgenerationenhaus enthüllten. Von der Zeder, die dort aus Sicherheitsgründen entfernt werden musste, ist ein Baumstumpf übrig geblieben, dem der Kettensägenkünstler Peter Neubert auf seine Weise neues Leben eingehaucht hat: Alt und Jung in inniger Umarmung – zu sehen ist ein Kunstwerk, das wunderbar zum Motto des Tags der Generationen passt: „Miteinander – Füreinander“.

Leitspruch

Den Leitspruch für das Fest griff nicht nur der Künstler auf. Er diente den Rednern als Roter Faden für die Ansprachen bei der Eröffnung des Festes. Der Vorsitzende des Kreiscaritasverbandes, Ludger Abeln, spielte auf die Corona-Pandemie und auf den Ukraine-Krieg an, als er sagte: „Vieles, was uns immer als selbstverständlich erschien, ist gar nicht selbstverständlich.“ Es sei wichtig es, dass aus dem Füreinander nicht irgendwann ein Nebeneinander oder gar ein Gegeneinander wird. „Dies sehen wir in den kleinen und in den großen Beziehungen.“

Der stellvertretende Landrat Horst Kortlang griff das Motto ebenfalls auf: Mit Fassungslosigkeit blicke er auf den Krieg in der Ukraine. Nach seinen Worten lassen sich die damit ausgelösten Krisen auch nur bewältigen, wenn man füreinander da ist. Der stellvertretende Nordenhamer Bürgermeister Ahmet Akdogan betonte, dass sich die Generationen gegenseitig unterstützen müssen. Das Motto „Miteinander – Füreinander“ solle nicht nur an diesem Tag, sondern immer eine wichtige Rolle spielen.

Der Leiter des Mehrgenerationenhauses, Stefan Schreiber, blickte auf die vergangenen beiden Jahre zurück, in denen die Corona-Pandemie einen „Tag der Generationen“ unmöglich gemacht habe. Das Mehrgenerationenhaus musste zeitweise schließen. Dennoch sei es gelungen viele neue Angebote zu etablieren. Besonders wies Stefan Schreiber auf die App hin, mit der sich auf dem Smartphone sämtliche Angebote des MGH abrufen lassen.

Der Pfarrer der katholischen St.-Willehad-Gemeinde, Karl Jasbinschek, lobte die Kooperation zwischen dem MGH, der Tafel und der Diakonie bei der Versorgung von Wohnungslosen in Nordenham. Auch diese Zusammenarbeit ist ein schönes Beispiel für das Mit- und Füreinander, auf das es gerade in schwierigen Zeiten ankommt.

Musik und Tanz

Nach den Ansprachen hatten Alt und Jung Zeit, den Tag zu genießen. Musik- und Tanzvorführungen standen auf dem Programm. Der Mehrgenerationenchor sang, eine Skiffle-Band spielte, die Dancing Kids des SV Nordenham hatten ihren Auftritt und De Plattschnackers traten in Aktion. Im Offenen Treff gab’s Kaffee und Kuchen, draußen Gegrilltes. Die Kinder amüsierten sich auf der Hüpfburg und beim Schminken. Es gab Vorträge, viele Partner des MGH hatten Infostände aufgebaut. Außerdem hatte das Refugium einen Flohmarkt aufgebaut. So gab es nicht nur ein buntes Mit- und Füreinander der Generationen, sondern auch der Kulturen. Und das herrliche Wetter trug dazu bei, dass die Besucher ein rundum gelungenes Fest erlebten.

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