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Theater Fatale Nordenham zeigt „Wir sind die Neuen“ Generationenkonflikt als Komödie

Jens Milde
„Wir sind die Neuen“ heißt das neue Stück des Theaters Fatale: In der Komödie spielen (von links) Otis Jaudzims, René Maréchal, Lynn Wilhaus, Marie Streiben, Susanne Seedorf und Rolf Wilkens.

„Wir sind die Neuen“ heißt das neue Stück des Theaters Fatale: In der Komödie spielen (von links) Otis Jaudzims, René Maréchal, Lynn Wilhaus, Marie Streiben, Susanne Seedorf und Rolf Wilkens.

Jens Milde

Nordenham - Alles soll so sein wie früher: Anne, Eddi und Johannes sind alle um die sechzig. Nun wollen sie ihre alte Studenten-WG neu gründen. Bis spät in die Nacht am Küchentisch sitzen, Wein trinken, Musik hören und über Gott in die Welt philosophieren – das ist der Plan. Doch über ihnen wohnen drei Studenten von heute. Die müssen büffeln. Und überhaupt: Es gibt Regeln im Haus. Und an die sollen sich gefälligst auch die Alten halten.

Darum geht’s in dem neuen Stück des Theaters Fatale. „Wir sind die Neuen“ heißt es. An diesem Donnerstag, 10. März, ist Premiere im Güterschuppen an der Müllerstraße. Seit Mitte Januar proben die Fatalen. Regie führt einmal mehr Ulf Goerges, der seit vielen Jahren erfolgreich mit dem Nordenhamer Theaterverein zusammenarbeitet.

Gute Unterhaltung

2014 ist das Stück „Wir sind die Neuen“ verfilmt worden. Eine Komödie, die gute Unterhaltung bietet. Das gilt auch für die Theaterfassung. Ulf Goerges legt aber Wert darauf, dass die ernsten Themen, die zur Geschichte dazugehören, nicht zu kurz kommen. Im Mittelpunkt steht natürlich der Generationenkonflikt, der auch zeigt, wie sehr sich die Dinge in den vergangenen Jahrzehnten verändert haben. Jetzt sind es die Alten, die ihre Musik bisweilen zu laut aufdrehen und die Hausordnung nicht allzu ernst nehmen.

Die Jungen dagegen sind gefangen in einem Korsett aus Regelstudienzeiten und Karrierewünschen. Es gibt Vorurteile auf beiden Seiten, es gibt Konflikte zwischen den Generationen, aber auch innerhalb der Wohngemeinschaften. Es geht um Krankheit, Liebe im Alter und teure Wohnungen. Und so kann sich das Publikum auf eine Komödie freuen, „bei der man auch mal schlucken muss“, wie Ulf Goerges verrät. Aber zum Lachen gibt es trotzdem genug.

Talentierter Nachwuchs

Wer „Wir sind die Neuen“ auf die Bühne bringen will, braucht natürlich junge Darsteller. Einmal mehr zahlt sich aus, dass sich das Theater Fatale seit Jahren um die Nachwuchsarbeit bemüht. Die Schauspieler, die die Studenten-Rollen besetzen, kommen allesamt aus der Jugendgruppe. „Und die haben sich bisher als großartige Talente erwiesen“, freut sich Ulf Goerges. Otis Jaudzims, Marie Strieben und Lynn Wilhaus bilden die Studenten-WG. Trotz ihres jungen Alters können sie schon mehrjährige Bühnenerfahrung in die Waagschale werfen. Für die „Alten“, Susanne Seedorf, Rolf Wilkens und René Maréchal, gilt das erst recht.


90 Minuten beste Unterhaltung stehen auf dem Programm, wenn sich am Donnerstag erstmals der Vorhang öffnet. Insgesamt zehn Aufführungen sind geplant. Und die Hoffnung, dass die Theaterfreunde nach langer coronabedingter Zurückhaltung wieder Lust auf Live-Kultur haben, ist groß. Der Kartenvorverkauf ist jedenfalls schon gut angelaufen.

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