Tossens - Der Kreislandvolkverband Wesermarsch und andere Organisationen fordern ein „aktives Wolfsmanagement“ für Niedersachsen. Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, finden am Sonntag, 11. Juli, an drei Standorten in der Wesermarsch Demonstrationen und Kundgebungen statt; einer dieser Standorte ist Tossens.

Die Aktion am dortigen Friesenstrand beginnt um 11 Uhr und wird bis gegen 12 Uhr dauern. Die Initiatoren werden eine Menschenkette als Mahnmal gegen den Wolf bilden. Bei der Aktion in Tossens wird Landwirtschaftsmeister Hendrik Lübben aus Langenriep die Position des Landvolks darlegen. Bei der Aktion gelten die bekannten Corona-Abstandsregeln. Die anderen beiden Orte in der Wesermarsch, an denen Demonstrationen gegen den Wolf stattfinden, sind der Fähranleger in Golzwarden und die Deichschäferei in Huntebrück.

Der Landvolkverband verweist auf offizielle Zahlen, nach denen sich aktuell rund 350 Wölfe in Niedersachsen aufhalten. Bis Ende des Jahres könnten es 450 bis 500 Tiere sein, so die Schätzung des Landvolks. „Was aus Sicht des Artenschutzes erfreulich erscheint, hat sich in den letzten Jahren zu einem massiven Problem nicht nur für die Weidetierhaltung, vielmehr für den gesamten ländlichen Raum entwickelt“, heißt es in einer Presseerklärung des Verbands.