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Unterstützung aus der Wesermarsch Ukraine-Hilfe: Es ist ein Marathon und kein Sprint

Landrat Stephan Siefken (stehend, 2.v.r.) machte sich in Oldenbrok ein Bild vom „Moin-Treff“ für kriegsvertriebene Frauen und Kinder. Beim Termin dabei waren: stehend v.l.: Harm Ellinghusen (Allgemeiner Vertreter des Ovelgönner Bürgermeisters), Alke Feise-Addicks und Bärbel Wulff; sitzend v.l. Antje Hinrichs, Pastorin Renate Boltjes, Ulrike Mayer und Marga Hellwig (Vorsitzende Landfrauenverein Großenmeer).

Landrat Stephan Siefken (stehend, 2.v.r.) machte sich in Oldenbrok ein Bild vom „Moin-Treff“ für kriegsvertriebene Frauen und Kinder. Beim Termin dabei waren: stehend v.l.: Harm Ellinghusen (Allgemeiner Vertreter des Ovelgönner Bürgermeisters), Alke Feise-Addicks und Bärbel Wulff; sitzend v.l. Antje Hinrichs, Pastorin Renate Boltjes, Ulrike Mayer und Marga Hellwig (Vorsitzende Landfrauenverein Großenmeer).

Martin Bolte

Ovelgönne/Brake/Kiew - Die Ukraine-Hilfe in der Wesermarsch funktioniert. So wird zum Beispiel der „Moin-Treff“ in der Gemeinde Ovelgönne bestens angenommen. „Wir sind sehr dankbar, dass es den Moin-Treff gibt. Wir können an diesen Tagen den schwierigen Ereignissen in unserer Heimat ein Stück weit entfliehen“, sagt eine kriegsvertriebene Frau aus der Ukraine, die gemeinsam mit ihren Kindern regelmäßig das ehrenamtliche Angebot des „Moin-Treffs“ in der Gemeinde Ovelgönne nutzt.

Frauentreff

„Der Moin-Treff ist ein internationaler Frauentreff der Kirchengemeinde Vier Kirchen Ovelgönne und der Gemeinde Ovelgönne“, betont Ulrike Mayer, Gleichstellungsbeauftragte sowie Leiterin des Familien- und Kinderservicebüros (Fuks) der Gemeinde Ovelgönne. Ulrike Mayer hatte – wie berichtet – gemeinsam mit Pastorin Renate Boltjes direkt nach dem Kriegsbeginn in der Ukraine die Idee, vertriebenen Familien aus der Ukraine einen Anlaufpunkt zu bieten.

Inzwischen wird der „Moin-Treff“ ehrenamtlich von Ovelgönner Frauen um Bärbel Wulff (Leitung) und Alke Feise-Addicks (Stellvertretung) organisiert. Die Treffen finden alle 14 Tage donnerstags von 15.30 bis 17.30 Uhr im Gemeindehaus in Oldenbrok statt. Auch saisonale Termine wie das Backen von Weihnachtskeksen finden in der Planung Berücksichtigung. Eine Teilnahme am „Moin-Treff“ ist ohne Voranmeldung möglich. Erster Termin im neuen Jahr ist der 19. Januar.

Landrat Stephan Siefken informierte sich jetzt vor Ort über das Angebot und lobte dabei das Engagement aller Beteiligten. Gleichzeitig appellierte der Landrat an alle Wesermärschler für das Aktionsbündnis „Wesermarsch hilft“, das der Landrat gemeinsam mit den Hilfsorganisationen, den Serviceclubs und den Kirchen im Frühjahr 2022 ins Leben gerufen hatte, zu spenden. „Jede Spende hilft, um auch im kommenden Jahr eine Vielzahl unterschiedlichster Projekte in der Wesermarsch finanzieren zu können“, so der Landrat. Denn wichtig sei: „Es handelt sich nicht um einen Sprint, sondern um einen Marathon.“

Spendenkonto

Entsprechend relevant seien Spenden, denn diese werden für die Umsetzung jener Aktionen und Maßnahmen zugunsten geflüchteter Menschen eingesetzt, die nicht anderweitig finanziert werden können. Ein Gremium mit Vertretern der Hilfsorganisationen und Serviceclubs entscheidet über die genaue Verwendung der Spendengelder.


Das Spendenkonto lautet: Konto „Wesermarsch hilft“ bei der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) IBAN: DE86 2805 0100 0094 1847 28, BIC: SLZODE22XXX. Die Bankverbindung ist des Weiteren auch über die Homepage des Landkreises Wesermarsch abrufbar unter www.landkreis-wesermarsch.de (hier zu finden unter der ukrainischen Flagge).

Antje Hinrichs ist für das Refugium Wesermarsch im Gremium vertreten. Außerdem übernimmt sie die Arbeit der Koordinierungsstelle für Migration und Teilnahme des Landkreises Wesermarsch. „Ich möchte alle Vereine, Einrichtungen und Privatpersonen, die eine Idee für konkrete Projekte zur Unterstützung von Menschen aus der Ukraine oder anderen Orten der Welt haben, ermuntern, diese zu äußern und sich aktiv in die Umsetzung einzubringen. Durch die Spenden besteht die Möglichkeit, wichtige Aktionen zu finanzieren, die dann den sozialen Austausch fördern und der Integration dienen“, so Hinrichs.

Starkes Helferteam

Ebenso sieht es Ovelgönnes Fuks-Leiterin Ulrike Mayer und fügt hinzu: „Man kann schon vergleichsweise kleine Dinge machen, die großen Nutzen für andere haben.“ Wichtig sei lediglich die Bereitschaft, sich zu engagieren und ein wenig Zeit zu spenden. Bester Beleg dafür sei der „Moin-Treff“, der inzwischen komplett ehrenamtlich organisiert werde. Wenn man derartige Angebote auf mehrere Schultern verteile, reduziere sich der zeitliche Aufwand für den Einzelnen beträchtlich. Soll heißen: „Jeder kann mithelfen.“ Eine der Ovelgönner Ehrenamtlichen ist Alke Feise-Addicks: „Ein starkes Helferteam steht hinter dem Moin-Treff. Durch diese große Hilfsbereitschaft vor Ort können wir ein derartiges Angebot anbieten.“ Ein Angebot, das den ukrainischen Familien in der Wesermarsch ein wenig Freude in einer schwierigen Zeit stiftet

Hans-Carl Bokelmann
Hans-Carl Bokelmann Redaktion Brake, Redaktion Jade, Redaktion Ovelgönne
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