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Sattelzug verliert Auflieger Auflieger rutscht in Brake vom Sattelzug

Verkehrsprobleme am Golzwarder Kreuz: Der Auflieger eines Sattelzuges war abgerutscht.

Verkehrsprobleme am Golzwarder Kreuz: Der Auflieger eines Sattelzuges war abgerutscht.

Ulrich Schlüter

Brake - Ein mit 24 Tonnen Holz beladener Sattelzug hat am Freitag erhebliche Verkehrsbehinderungen in der Wesermarsch verursacht. Menschen wurden glücklicherweise nicht verletzt. Ein mangelhaft befestigter Auflieger, so die Polizei, hatte sich in Höhe der Golzwarder Kreuzung auf der Bundesstraße 212 von der Sattelzugmaschine gelöst.

Eine Polizeistreife war vor Ort, als sich der Unfall ereignete. Die Beamten hatte zuvor noch die B 212 gesperrt, weil ein Lkw wenden musste, und konnten daraufhin sofort handeln und die Unfallstelle absichern.

Erhebliche Probleme

Der Vorfall ereignete sich zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt. Die Raiffeisenstraße in Golzwarden ist für den Durchgangsverkehr wegen einer Fahrbahnsanierung gesperrt. Deshalb ist die Zufahrt zum Hafen zurzeit nur über die Weserstraße möglich. Außerdem ist auch die alte Bundesstraße 211 von der Kreuzung B212/B211 bis Hammelwarder Außendeich ebenfalls wegen Fahrbahnerneuerungen gesperrt. Und so stauten sich Autos und Lastwagen in beiden Richtungen auf der B 212 sowie auf der B 211 von Oldenburg kommend. Wer über Ovelgönne ausweichen wollte, steckte dann aber ebenfalls an der Golzwarder Kreuzung fest. Die B 212 wurde für die Bergungsarbeiten dann ab Brake bis Rodenkirchen gesperrt.

Sofort reagiert

Wie die Polizei mitteilte, befuhr ein 31-jähriger Mann aus der Ukraine mit einem Sattelzug die B 212 von Nordenham in Richtung Brake. In Höhe des Golzwarder Kreuzes löste sich gegen 8.10 Uhr der Auflieger von der Zugmaschine. Der 31-Jährige habe das bemerkt und gestoppt, noch bevor der Auflieger vollständig von der Zugmaschine rutschte.

Die Fahrstreifen in Richtung Brake und in Richtung Raiffeisenstraße/Golzwarden waren vollständig blockiert. Anfangs konnte der Verkehr noch einspurig an der Gefahrenstelle vorbeigeführt werden. Mit Beginn der Bergung musste die Bundesstraße aber voll gesperrt werden.


Gegen 9 Uhr traf Hermann Röben mit seinem 60 Tonnen schweren Autokran an der Unfallstelle ein. Für den 35-Jährigen sind solche Arbeiten zwar Routine, aber immer auch wieder unterschiedlich und herausfordernd, wie er sagte. In diesem Fall wurde entschieden, den Auflieger mit seiner Fracht anzuheben, um die beschädigte Zugmaschine frei zu bekommen.

„Den Auflieger abzuladen, hätte zu einer längeren Sperrung der B 212 geführt“, betonte er.

Zügige Bergung

Die Bergung verlief zügig. Während Hermann Röben von der Kabine aus den Kran bediente, der Lasten mit einem Gewicht von bis zu 130 Tonnen heben kann, legte Mitarbeiter Sascha Decker dem Auflieger Gurt und Ketten an. Gegen 10.15 Uhr war der Anhänger frei. Wenig später traf Senior-Chef Hermann Röben mit der Ersatz-Zugmaschine ein. Um 10.45 Uhr war das neue Gespann fertig. „Wir bringen den Auflieger nach Rastede, dort befindet sich unser Schwerlastbereich“, sagte der 65-jährige Firmeninhaber. Der Auflieger werde kontrolliert, ob er weiter fahren könne. Auch möchte man nach seinen Worten herausfinden, warum sich der Auflieger von der Zugmaschine gelöst hat.

Um 11 Uhr war die Bergung abgeschlossen und der Verkehr rollte wieder.

Ulrich Schlüter
Ulrich Schlüter Redaktion Brake
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