Elsfleth - Auf Verkehrsbehinderungen müssen sich Autofahrer ab diesen Dienstag in Elsfleth einstellen. Nach Angaben des Elsflether Bauamtsleiters Hartmut Doyen ist die Kreisstraße 213 (Nordermoorer Hellmer) ab 19. bis Donnerstag, 28. März, gesperrt. „Die Firma Tiesler hat den Auftrag erhalten, an der Nordermoorer Hellmer bei Mode W eine Bushaltestelle zu bauen“, begründet der Bauamtsleiter die Sperrung. Die Sperrung gilt nach seinen Worten täglich von 7 bis 17 Uhr. Die Zufahrt zu Mode W sei jedoch aus beiden Richtung noch möglich.
Es gibt Fördermittel
In Bardenfleth beginnen an diesem Dienstag die Arbeiten für eine barrierefreie Bushaltestelle. Der neue Unterstand wird auf der südlichen Seite der Kreisstraße in Richtung Elsfleth errichtet. Rund 50.000 Euro sind nach den Worten von Hartmut Doyen für den Bau veranschlagt. Die Verwaltung habe die Arbeiten ausgeschrieben, Kosten fielen für die Stadt Elsfleth indes nicht an. Denn das Land beteiligt sich mit einer Fördersumme von 75 Prozent an den Baukosten. 12,5 Prozent kommen vom Vorhabenträger, dem Zweckverband Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen (ZVBN). Und auch der Landkreis Wesermarsch ist mit im Boot, der die restlichen 12,5 Prozent der Kosten aufbringt.
Wer während der Bauphase das Modehaus Mode W in Bardenfleth besuchen möchte, kann dies tun. Die Zufahrt dorthin sei frei, das sei entsprechend beschildert, betont Hartmut Doyen. Auch über die Landesstraße 864 sei eine Zufahrt gewährleistet. Die Bushaltestelle auf der nördlichen Seite der K 213 in Richtung Oldenburg ist nach seinen Worten später an der Reihe. Der Radweg an der Nordermoorer Hellmer soll bis Nordermoor fortgeführt werden. Im Zuge dieser Arbeiten soll demnach die neue Bushaltestelle entstehen. Bisher endet der Radweg von Elsfleth kommend auf halber Strecke. Radfahrer müssen auf die Fahrbahn ausweichen.
Sechs Haltestellen geplant
Insgesamt sind im Stadtgebiet Elsfleth die Grunderneuerung und der Neubau von sechs Bushaltestellen in Moorriem, Lienen und Oberhammelwarden vorgesehen. Die voraussichtlichen Gesamtkosten dieser sechs Maßnahmen gibt das niedersächsische Wirtschafts- und Verkehrsministerium mit 284.020 Euro an. Die Förderquote liegt bei 75 Prozent, der voraussichtliche Zuschuss beträgt 213.015 Euro.
Nahverkehr stärken
Das niedersächsische Wirtschafts- und Verkehrsministerium hatte das ÖPNV-Jahresförderprogramm 2024 im Januar bekannt gegeben. Zum Ausbau und zur Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) beteiligt sich das Land Niedersachsen in diesem Jahr mit rund 103,6 Millionen Euro an 255 Projekten. Verkehrsminister Olaf Lies: „Das Mobilitätsverhalten der Menschen ändert sich, weil das Bewusstsein für den Klimaschutz immer größer wird.“ Um nach der pandemiebedingten Krise möglichst schnell viele Fahrgäste zurückzugewinnen, sei ein attraktiver ÖPNV unerlässlich.
