Ovelgönne - Die Familie Held wird schon seit Jahren durch den Verein „Von Mensch zu Mensch“ (MzM) betreut. Aktuell gibt es Bedarf für einen Buggy, der für Einsätze im Freien, vornehmlich aber auch auf Reisen genutzt werden soll.
Der Buggy ist für den zehnjährigen Richard bestimmt. Erforderlich ist deshalb, dass neben Richard auch seine Beatmungsgeräte in dem Gefährt Platz haben. Ein Kinderbuggy kommt also nicht infrage. Buggys der erforderlichen Klasse sind mit Kosten im mittleren vierstelligen Bereich recht teuer und kosten um 4200 Euro. „Die Krankenkasse oder ein sonstiger Kostenträger stehen nicht zur Verfügung“, sagt Geschäftsführer Hergen Koopmann. Der Verein MzM habe daher den Bedarf gesehen und Kontakte zu Serviceclubs gesucht.
Der Rotary Brake und der Lions-Club Nordenham-Elsfleth hatten sich spontan bereiterklärt, dafür erhebliche Anteile beizusteuern. 2000 Euro kommen von Rotary und 1000 Euro von Lions, so Hergen Koopmann. Bei der Trauerfeier einer Stadlanderin, die im Alter von 102 Jahen verstorben war, wurde um Spenden gebeten, die ebenfalls zur Verfügung standen. Nachdem das Sanitätshaus, mit dem Familie Held zusammenarbeitet, scharf kalkuliert hat, ist ein verbleibender Restbetrag seitens MzM übernommen worden. Kerstin Held und Richard waren sehr angetan bei derBuggy-Übergabe. Der Zehnjährige kann nun auch weitere Touren unternehmen.
Mit dabei von Rotary war der Schatzmeister Olaf Mohrschladt und von Lions der Präsident Peter Jelkmann sowie sein Vorgänger Harald Hillmer. Kerstin Held berichtete den Anwesenden ihren Tagesablauf mit den vier „Heldenkindern“ im Alter von fünf bis 18 Jahren. Deren Betreuung rund um die Uhr ist unerlässlich.
Die Ergotherapeutin, Fachbereich Rehabilitation, und Eventmanagerin Kerstin Held ist Vorsitzende des Bundesverbandes behinderter Pflegekinder (BbP) und hat über ihr Leben ein Buch mit dem Titel „Mama Held – Jedes Kind hat ein Recht auf Familie“ veröffentlicht.
