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Korbball OTV zeigt Klasse und noch mehr Herz

Marie Fehner

Waigolshausen/Oldenbrok - Dreimal war’s knapp, dreimal zogen sie den Kürzeren: Die Bundesliga-Korbballerinnen des Oldenbroker TV haben am Wochenende bei den Deutschen Meisterschaften in Waigolshausen starke Leistungen gezeigt, obwohl sie sieglos abreisen mussten. Doch als Sechster der Titelkämpfe fuhren sie erhobenen Hauptes mit ihren Fans in die Wesermarsch zurück. Den Titel gewann die SG Findorff.

Die Spiele ihres Teams hätten gezeigt, dass es mit den Mannschaften aus der Bundesliga Süd mithalten könne, sagte Trainerin Yvonne Fehner. Es sei nicht chancenlos gewesen.

In den beiden Vorrundenspielen habe ihre Mannschaft jeweils eine Halbzeit gewonnen, sagte Yvonne Fehner. Das stimme sie optimistisch für die Zukunft. Wenn man in einem Spiel zwei solche Halbzeiten zeigen könne, könnten ihre Spielerinnen gegen diese Teams auch gewinnen, sagte sie nach dem Turnier.

Vorrunde

Oldenbroker TV - TSV Ettleben 4:6. Die Partie war für beide Teams das Auftaktspiel. Das machte sich bemerkbar. Die Teams tasteten sich ab. Die Ettlebenerinnen gingen mit einem Distanzwurf in Führung. Doch der OTV glich aus. Beide Mannschaften spielten sich gute Chancen heraus. Zur Halbzeit führte der OTV sogar mit 4:2.

In der zweiten Hälfte lief bei Oldenbrok nicht mehr viel zusammen. Nachdem der TSV mit dem ersten Angriff den Anschlusstreffer erzielt habe, sei ihr Team in ein Loch gefallen, sagte Yvonne Fehner. Ettleben drehte das Spiel.


TuS Helpup - Oldenbroker TV 8:7. Nachdem der OTV im ersten Spiel in der zweiten Halbzeit eingebrochen war, wollten die Oldenbrokerinnen im zweiten Spiel gegen den Meister der Bundesliga Süd mehr Präsenz zeigen. Zwar lag Oldenbrok früh mit 0:3 hinten. Doch dann spielte sich auch der OTV Chancen heraus und traf. Dennoch lag er zur Pause deutlich mit 3:7 zurück.

Auch nach der Pause machte der spätere Vizemeister Helpup Druck und erhöhte. Aber anschließend zeigten die Oldenbrokerinnen Herz. Sie kämpften, verteidigten klasse und stellten den Anschluss her. Oldenbrok spielte häufig die Eckposition frei, hatte aber Pech im Abschluss. „Wenn das Spiel noch ein paar Minuten länger gegangen wäre, hätten wir es vielleicht noch drehen können“, sagte Yvonne Fehner. Das Spiel habe großen Spaß gemacht, die Zuschauer seien begeistert gewesen.

Spiel um Platz fünf

Oldenbroker TV - TuS Sudweyhe 13:14. Gegen den Rivalen aus der Bundesliga Nord entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Sudwehye setzte auf schnelle Angriffe, der OTV auf Distanzwürfe. Die Partie war eng, die Führung wechselte. Am Ende der regulären Spielzeit stand es 6:6. Auch die Verlängerung endete remis. Das Vier-Meter-Werfen musste entscheiden. Dort hatte Sudweyhe die besseren Nerven.

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