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Wasserschutzpolizei Brake Sportboote auf dem Radar der Braker Wasserschutzpolizei

Daria Ruginis
Kontrollfahrt mit der Wasserschutzpolizei Brake auf der Weser

Kontrollfahrt mit der Wasserschutzpolizei Brake auf der Weser

Daria Ruginis

Brake - Es ist heiß an diesem Nachmittag. Bereits seit mehreren Tagen lässt die Hitzewelle das Thermometer auf Temperaturen von über 30 Grad Celsius ansteigen. Abkühlung bietet die Weser. Und tatsächlich: Die Strände in Brake sind gut besucht.

Normalerweise würde ich jetzt auch zu den zahlreichen Badegästen gehören, aber an diesem Tag darf ich die Weser aus einer anderen Perspektive betrachten. Ich bin nämlich mit der Braker Wasserschutzpolizei unterwegs, die mit ihrem Schlauchboot auf der Weser Streife fährt und auch Wassersportler kontrolliert. Gerade den Sommer über patrouillieren die Beamten mehrmals in der Woche auf der Weser, um unter anderem Strandbesucher vor Gefahren durch Hobbysportler zu schützen. Da es mich interessiert, wie genau so eine Streifenfahrt abläuft, darf ich Polizeihauptkommissar Jan Könemann und den Polizeioberkommissar Daniel Affelt bei ihrer Arbeit begleiten.

Richtung Süden

Unsere Streifentour beginnt am Bootsanlieger der Wasserschutzpolizei. Dort steige ich in das moderne Polizeischlauchboot ein und setze mich auf den hinteren Sitz. Jan Könemann startet den Motor, gibt Gas und steuert das Boot in Richtung Käseburg. Das Boot zieht einen Wasserkamm hinter sich. Leicht überfordert, versuche ich mehrere Dinge gleichzeitig zu koordinieren: Meine linke Hand krallt sich am Griff fest, während sie zudem meinen Notizblock und meinen Stift hält. Gleichzeitig verhindert meine rechte Hand, dass mein Cappy durch die Windböen von meinem Kopf davonfliegt.

Hohe Geschwindigkeit

Nach einigen Minuten erreichen wir den Strand in Käseburg und verringern unsere Geschwindigkeit. Zahlreiche Menschen baden in der Weser. Vom Polizeiboot aus sind sie jedoch nur schemenhaft zu erkennen. „Wenn Sportboot- oder Wassermotorradfahrer in diesem Bereich zu schnell unterwegs sind und dabei auch noch durch ein Gespräch abgelenkt werden, können Badegäste da nicht leicht übersehen werden?“, denke ich. Da zeigt auch schon Jan Könemann auf zwei Sportboote, die in erhöhter Geschwindigkeit an den Schwimmern vorbeifahren. Die Beamten greifen zu ihren Handys und filmen das Fehlverhalten. Es dient im Falle eines Widerspruchs als Beweis in einem Gerichtsverfahren. Das Polizeiboot beschleunigt und nähert sich den beiden Booten. Den beiden Sportbootfahrern ist deutlich ins Gesicht geschrieben, dass ihnen ihr Fehlverhalten nicht bewusst ist.

Unwissenheit

„So wie ihnen, geht es auch einigen anderen Sportboot- und Wassermotorradfahrern“, verrät Jan Könemann. Da aber Unwissenheit nicht vor Strafe schützt, ist es ihm bei Kontrollen immer wichtig, die Fahrer über die geltenden Regeln im Wasser aufzuklären. „Wenn an einer Badestelle deutlicher Badebetrieb erkennbar ist, dann dürfen motorisierte Wasserfahrzeuge dort nur mit einer Höchstgeschwindigkeit von acht km/h entlangfahren“, erklärt der Hauptkommissar den Fahrern. Die Personalien der beiden Bootsführer werden aufgenommen. Auch belehrt er sie über ihre Rechte. Beide sind kooperativ und bezahlen ihr Verwarngeld direkt an Ort und Stelle. Sie dürfen weiterfahren – jedoch mit vermindertem Tempo.


Keine Zulassung

Die Kontrollfahrt neigt sich langsam dem Ende zu. Da sehen die beiden Beamten einen Wassermotorradfahrer, der sich augenscheinlich hinter einem anderen Boot verstecken möchte. Bei der Kontrolle zeigt sich, dass das Kennzeichen am Wassermotorrad fehlt. Ihm sei nicht bewusst gewesen, dass Wassermotorräder offiziell zugelassen werden müssen, entschuldigt er sich. Ihn erwartet nun eine Anzeige wegen Fahren ohne Kennzeichen. Weiterfahren darf er an diesem Tag nicht mehr.

Wieder am Bootsanlieger angekommen erzählen mir die Beamten, dass die beobachteten Fehlverhalten typische Ordnungswidrigkeiten sind. Bei anderen Schlauchbootstreifen entdecken sie oft Fahrer, die auf der falschen Seite fahren, oder Wassermotorräder, die im Fahrwasser unterwegs sind.

Fazit

Der Nachmittag bei der Wasserschutzpolizei verdeutlicht mir, wie wichtig regelmäßige Kontrollen von Sportboot- oder Wassermotorradfahrern auf der Weser sind. Es kommt nämlich häufiger als gedacht zu Fehlverhalten, die tendenziell eine Unfallgefahr darstellen können.

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