Elsfleth/Huntorf - Der Umbau des Druckluftkaverenenkraftwerks Huntorf und der Kavereneenspeicheranlage für die Produktion und Speicherung von Wasserstoff war Thema im Rat der Stadt Elsfleth. Damit die Pläne umgesetzt werden können, muss der Flächennutzungsplan des betreffenden Bereichs geändert werden. Diese Änderung hat der Rat in seiner jüngsten Sitzung nun beschlossen. Die Unterlagen müssen nun noch dem Landkreis zur Genehmigung vorgelegt werden. Sobald dieser die Unterlagen absegnet, wird die Flächennutzungsplanänderung wirksam, erläuterte Bauamtsmitarbeiter Martin Kopka.
17,9 Hektar
Konkret geht es um das Gebiet von 17,9 Hektar Fläche am bereits bestehenden Druckluftspeicherkraftwerk in Elsfleth Huntorf. Die EWE und Uniper möchten das Druckluftspeicherkraftwerk so umbauen, dass dort Wasserstoff produziert und gespeichert werden kann, um ihn von dort an die Nutzer – beispielsweise Verkehrsbetriebe – zu verteilen. Der Ausbau soll in zwei Phasen passieren, fasste Martin Kopka das Vorhaben noch einmal kurz zusammen. In der ersten Phase solle der Wasserstoff oberirdisch gespeichert werden. Die Betreiber möchten in dieser Phase eine Leistung von rund 20 Megawatt erzielen. In Phase zwei solle Wasserstoff in den unterirdischen Karvernenanlagen gespeichert werden können. Die Investoren hoffen, mit fortschreitender Technologischer Entwicklung dann bis zu 300 Megawatt Leistung erzielen zu können.
Wasserverbrauch
Bauamtsleiter Hartmut Doyen lieferte außerdem noch Zahlen nach, die in der vorangegangenen Fachausschussitzung nachgefragt worden waren. In Phase 1 werde das für die Wasserstoffproduktion benötigte Wasser aus dem Trinkwasser des OOWV entnommen. Voraussichtlich ab 2025 sollen das rund 160 000 Kubikmeter Wasser jährlich sein, informierte Hartmut Doyen. In Phase zwei würden rund 1,6 Millionen Kubikmeter Wasser jährlich benötigt, das dann aus einer eigenen Brauchwasseranlage stammen soll, teilte der Bauamtsleiter weiter mit.
Der Entwurf der Flächennutzungsplanänderung war öffentlich ausgelegt, die eingegangenen Stellungnahmen geprüft worden. Keine der Stellungnahmen hätte jedoch zu einer Änderung der Planungen geführt, sagte Martin Kopka. Die Ratsmitglieder sprachen sich einstimmig für die Flächennutzungsplanänderung aus. Die tatsächliche Umsetzung des Projektes muss in einem Verfahren nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz (Bimsch-Gesetz) und anderer Vorschriften genehmigt werden. Ratsvorsitzender Volker Osterloh (CDU) schlug vor, sobald das Bimsch-Verfahren laufe, die Investoren zu bitten, auch in Elsfleth über die genauen Pläne zu informieren.
