Wesermarsch - Die in der 1. Kreisklasse Nord spielenden Fußballer des SV Phiesewarden haben am Sonntag das Heimspiel gegen das Tabellenschlusslicht FC Ezidxan Wilhelmshaven mit 4:1 gewonnen. Am Freitag hatte die SG Burhave/Stollhamm den Tabellenzweiten STV Wilhelmshaven daheim mit 2:1 besiegt. Tags zuvor gewann der ESV Nordenham beim VfL Wilhelmshaven mit 1:0.
Burhave ist Vierter mit 18 Punkten. Phiesewarden belegt mit 16 Punkten Platz fünf. Der ESV rangiert auf Rang sieben mit 15 Punkten.
SV Phiesewarden - FC Ezidxan Wilhelmshaven 4:1 (2:1). Phiesewardens Trainer Nico Verhoef sprach von einem verdienten Sieg. „Allerdings waren wir nicht so stark wie in den Spielen zuvor.“ Das habe am Gegner gelegen. Zwar habe Ezidxan tief gestanden. Aber der Gegner habe sich als technisch und spielerisch gute Mannschaft präsentiert, die nicht so schlecht sei, wie es der Tabellenplatz vermuten lasse, sagte Verhoef.
Die Gäste hatten die Phiesewarder Führung durch Marcel Härtel (3.) zwischenzeitlich ausgeglichen. Al Yazdeen Vindar hatte getroffen (14.). Aber Härtel schoss noch vor der Pause das 2:1 (25.). Nach dem Wechsel stellte Fynn Baumgardt auf 3:1 (49.). Ein Eigentor der Gäste durch Malte Gröne in der siebten Minute der Nachspielzeit war der Schlusspunkt. „Wir haben uns schwer getan. Aber man muss nach einem solchen Spiel auch mal zufrieden sein“, sagte Verhoef.
VfL Wilhelmshaven - ESV Nordenham 0:1 (0:1). Dass sein für torreiche Spiele stehendes Team auswärts mit dem knappsten aller Ergebnisse gewann, überraschte ESV-Coach Thorsten Rohde dann doch. „Das kommt in zehn Jahren höchstens dreimal vor“, sagte er, lachte und sprach von einem nicht unverdienten Sieg gegen einen jungen und bissigen Gegner. Kämpferisch hätten beide Mannschaften überzeugt, meinte er.
Seine Elf habe es nach dem 1:0 durch Mirco Strietzel (31.) verpasst, den Sack früh zuzubinden. „Wir spielen die Konter nicht immer sauber aus, sind noch zu ballverliebt und treffen zu oft die falschen Entscheidungen“, sagte Rohde. „Dass man dann am Ende ins Schwimmen kommt, ist klar.“
SG Burhave/Stollhamm - STV Wilhelmshaven 2:1 (1:1). Die Teams begegneten sich von Beginn an auf Augenhöhe. Die Burhaver spielten hoch motiviert. „Einsatz und Moral waren hundertprozentig“, sagte Burhaves Coach Jürgen Penshorn, dessen Elf hinten sicher stand. Dennoch fing sie sich in der 25. Minute das 0:1 durch Sven Niederhausen. „Danach haben wir uns kurz geschüttelt – und weiter ging’s“, sagte Penshorn. Wohl wahr: Bjarne Frerichs köpfte schon in der 28. Minute das 1:1.
Nach der Pause spielte die SG noch mutiger. „Wilhelmshaven war nicht ganz so zwingend, wie wir es erwartet hatten“, nannte Penshorn den Grund. Das sollte sich auszahlen. Zwar verschoss Julian Hasemann in der 70. Minute einen Elfmeter. Aber zehn Minuten vor Schluss erzielte Mike Timmermann aus dem Gewühl heraus Burhaves Siegtreffer. „Wir haben alles auf den Platz gebracht, was wir uns vorgenommen haben“, sagte Penshorn.
