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Erdgasumstellung in der Wesermarsch EWE-Großprojekt auf der Zielgeraden

Jens Milde
Die Karte zeigt, wo EWE Netz bereits auf H-Gas umgestellt hat und welche Regionen nun an der Reihe sind.

Die Karte zeigt, wo EWE Netz bereits auf H-Gas umgestellt hat und welche Regionen nun an der Reihe sind.

Wesermarsch - So gut wie abgeschlossen hat die EWE Netz die Umstellung auf H-Gas in der Wesermarsch. Wie das Unternehmen mitteilt, waren knapp 80.000 Einwohner und viele Unternehmen im Landkreis von dem angekündigten niederländischen Lieferstopp bei L-Erdgas betroffen. Jetzt schaltete EWE Netz die zweite und letzte Region im Landkreis auf das alternative H-Erdgas um. Dieses Gas hat einen höheren Energiegehalt als L-Gas. Somit nutzen nun alle Gasverbraucher in der Wesermarsch Erdgas aus Quellen in Norwegen, Russland und Großbritannien.

Direkte Kosten seien den Verbrauchern weder für die Service-Besuche noch für das Material entstanden. Die Projektkosten werden von den Netzentgelten getragen, teilt EWE Netz mit.

98 Prozent

„Insgesamt konnten wir im Landkreis rund 98 Prozent aller Erdgasgeräte für das H-Gas fit machen“, sagt die Gruppenleiterin für das Projekt, Christina Heilmann. Nicht umrüsten ließen sich in der Regel nur sehr alte Geräte, bei denen es die Hersteller heute nicht mehr gibt und bei denen sogar die Fachbetriebe kein Material mehr vorrätig hatten.

Technische Probleme während des Umrüstens hatten unterdessen nahezu ausschließlich Heizungen, die noch nie oder zu selten durch einen Fachbetrieb gewartet wurden. Derzeit passt EWE Netz noch die letzten Erdgasgeräte im Landkreis an H-Gas an, daher gehen die Besuche der Gasmonteure noch einige Tage weiter.

Insbesondere die Hersteller teilen mit, ob, wie und auch wann EWE Netz ein Gasgerät anpassen kann. Viele Geräte dürfen erst jetzt angepasst werden, wenn sie das H-Gas bereits verbrennen.


Inzwischen ist das Unternehmen mit dem Projekt weitergezogen. Aktuell arbeitet EWE Netz in der Stadt Oldenburg sowie in den Landkreisen Ammerland, Cloppenburg, Diepholz, Oldenburg und Vechta. Eine Region nach der anderen schaltet das Unternehmen auf H-Erdgas um und bewegt sich dabei auf die alte Erdgasquelle in den Niederlanden zu. 2027 beendet das Unternehmen das Projekt im ganzen Nordwesten.

Lieferant fällt aus

Die Umstellung ist erforderlich, weil die Niederlande bereits in wenigen Jahren als wesentlicher Lieferant für L-Erdgas nahezu vollständig ausfallen. Die Niederländer müssen ihre Gasförderung aufgeben, da die Förderkapazitäten zurückgehen. Zudem löste das Fördern nach Erkenntnissen niederländischer Experten Erbeben und Erdstöße aus. In vielen Regionen Deutschlands stellen Netzbetreiber daher aktuell die Erdgasversorgung von L- auf H-Erdgas um.

EWE Netz hatte einen Bundesauftrag erhalten, den Nordwesten Deutschlands auf das alternative H-Erdgas umzustellen, bevor die Niederlande ihre Gaslieferungen einstellen. Ziel des Projekts ist, dass die Geräte das H-Gas zuverlässig, sicher und sauber verbrennen können.

Eine echte Mammutaufgabe wird daraus, weil Verbraucher im Nordwesten knapp 700 000 Erdgasgeräte einsetzen, die sich in weit über 22 000 verschiedene Arten, Typen und Modelle unterteilen.

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