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Feuerwehrtechnische Zentrale Für Kreisbrandmeister Heiko Basshusen ist eine FTZ-Optimierung unumgänglich

In der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) in Brake trafen sich am Montag (von links) Björn Thümler, Ralf Hoyer und Heiko Basshusen zu einem Informationsaustausch.

In der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) in Brake trafen sich am Montag (von links) Björn Thümler, Ralf Hoyer und Heiko Basshusen zu einem Informationsaustausch.

Ulrich Schlüter

Brake - Die Feuerwehrtechnische Zentrale (FTZ) in Brake stößt längst an ihre Grenzen. Seit der Einweihung im Jahr 1979 soll sie zentrale Aufgaben bündeln und die örtlichen Feuerwehren entlasten. Aber wie zeitgemäß ist die FTZ nach mehr als 40 Jahren noch? Kreisbrandmeister Heiko Basshusen und sein Stellvertreter Ralf Hoyer sind sich einig: Eine Erweiterung ist wohl unumgänglich. Die Fläche hinter der FTZ böte sich idealerweise dafür an.

Viel mehr Aufgaben

Das Aufgabenspektrum wächst: Die Feuerwehren entwickeln sich immer weiter und sind nicht mehr nur für das Löschen von Bränden verantwortlich, sondern auch für das Retten, Bergen und Schützen. Hinzu kommen laut Heiko Basshusen weitere Aufgaben: Die Suche nach vermissten Personen nimmt zu, weitere Anforderungen sind die Bekämpfung von Flächenbränden angesichts der Klimaveränderung und immer mehr Hilfseinsätze in größerem Umfang. Demzufolge hat sich die technische Ausstattung sehr verändert.

Ehrenamtliche entlasten

Heiko Basshusen spricht von gravierenden Veränderungen, was Einsätze und Material betrifft. Die technische Ausstattung ist beispielsweise mit Schere, Spreizer, Motorsäge und Elektrogeräten viel komplexer geworden. Alle diese Geräte müssen regelmäßig gewartet werden. Die Gerätewarte in den Ortswehren überprüften größtenteils die technische Ausstattung. Doch eine Vielzahl an Vorschriften und Prüfungsverfahren erschwerten zusätzlich die verantwortungsvolle Arbeit der Ehrenamtlichen. Viele Prüfungen würden auch extern vergeben. Sie dauerten oft zu lange, kritisieren Heiko Basshusen und Ralf Hoyer.

Die ehrenamtlichen Feuerwehrleute in den Ortswehren zu entlasten und die technische Prüfung in der FTZ zu zentralisieren, sei der richtige Weg, meinen die beiden Kreisbrandmeister und der CDU-Landtagsabgeordnete Björn Thümler, der sich regelmäßig bei der Kreisfeuerwehr in Brake über den aktuellen Stand informiert. Auch Björn Thümler sieht den Landkreis in der Pflicht. „Wir brauchen eine Erweiterung“, betont der Politiker, der auch einen Sitz im Kreistag innehat. Es gilt, das Raumkonzept der FTZ zu optimieren und dafür zu sorgen, eventuell mit einem Hallenanbau, dass die technischen Geräte der Ortswehren in Brake vollumfänglich geprüft werden können.

Personal einstellen

Doch es fehlt das Personal. Nirgends sonst ist das ehrenamtliche Helfernetz zwar so dicht wie bei den Feuerwehren. Wer den Notruf 112 wählt, bekommt innerhalb weniger Minuten Hilfe. Auch gibt es rund 1800 aktive Feuerwehrleute in der Wesermarsch, die sich in 45 Ortswehren und vier Werksfeuerwehren engagieren. Was aber die Geräteprüfung betrifft, so sollten drei hauptamtliche Mitarbeiter eingestellt werden, die dafür zuständig sind, merkt Ralf Hoyer an. Die Kosten trügen die Kommunen. Bei 85 Großfahrzeugen in den neun Kommunen sowie den 58 Fahrzeugen des Landkreises mit zu prüfenden technischen Geräten seien die ehrenamtlichen Gerätewarte in den Ortswehren zu entlasten.


Neben Kreisbrandmeister Heiko Basshusen und seinem Stellvertreter Ralf Hoyer, der im März die Nachfolge antritt, stellten der zukünftige stellvertretende Kreisbrandmeister Torsten Schattschneider und Kreisschirrmeister Frederick Scholz die aktuellen Problemfelder und Herausforderungen der Wesermarsch-Feuerwehren dar.

Ulrich Schlüter
Ulrich Schlüter Redaktion Brake
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