• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Wesermarsch

Fußball: Gemeinschaftstraining per App

04.05.2020

Wesermarsch Der Spielbetrieb im Fußballsport ist heruntergefahren worden, alle Sportplätze sind gesperrt, und keiner weiß, wann es endlich weitergeht. Die Spieler können wegen der Kontaktsperre nicht miteinander trainieren. Fit halten müssen sie sich selbst – zumeist mit mehreren Einheiten in der Woche. Natürlich ist es da schwer, die eigene Motivation auf Daueraufrechtzuhalten.

Niklas Weers vom 1. FC Nordenham spricht nachvollziehbare Worte: „Langsam wird man müde, denn keiner weiß, wann es endlich weitergeht.“ Er läuft dreimal pro Woche fünf beziehungsweise zehn Kilometer. Damit nicht genug. „Ich fahre ich täglich 14 Kilometer mit dem Rad zur Arbeit. Das gibt zusätzlich Kondition.“

Bernes Trainer Nils Schneider verordnete seinen Akteuren mehrere Laufeinheiten in der Woche: „Bisher haben alle toll mitgezogen. Das Wetter war auch gut.“

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Abzuwarten bleibe, wie es mit der Motivation bestellt sei, wenn es regne. Sein erfahrener Abwehrchef Florian Röhrl jedenfalls fühlt sich fit: „Beruflich baue ich Kamine auf, da benötige ich abends kein Hanteltraining mehr.“

Pragmatisch

Jonas Kühl vom SV Brake ist pragmatisch: „Wenn ich die Laufschuhe anziehe, kommt die Lust aufs Laufen von alleine.“ Zehn Kilometer am Stück sind für ihn kein Problem. Sein Mitspieler Rico Mathes vermisst das Mannschaftstraining. „Mir fehlen meine Mannschaftskollegen sehr. Von jetzt auf gleich war es mit der Gemeinschaft vorbei.“ Er halte sich penibel an die Trainingspläne.

Der Braker Sascha Schwarze nutzt für seine Trainingseinheiten eine Deichtrift an der Weser: „Da düse ich täglich mit einem Sport-Scooter rauf und runter und kräftige dabei die Beinmuskulatur. Zudem gehe ich oft mit Tempo die Deichtreppen rauf und runter.“

Langen Läufen kann er nicht soviel abgewinnen: „Auf Strecke ist es für mich schwer zu laufen, zumal keiner weiß, wann es mit dem Fußball weitergeht.“ Unterstützt wird er beim Training von seiner dreijährigen Tochter, die er bei den Übungen gelegentlich huckepack nimmt.

Abbehausens Spieler Niklas Budde spricht vielen aus der Seele. „Zuerst war es ganz schwer, allein für sich zu trainieren. Bei uns in Abbehausen gibt es richtige Freundschaften zwischen den Akteuren, die nun erstmal auf Eis liegen.“ Doch im Nordenhamer Vorort kam die Idee auf, online mit der App Runtastic die Zeit der Krise zu überbrücken.

Die Laufstrecke von fünf Mitgliedern wird jeweils an verschiedenen Orten per GPS erfasst und zu einer Streckenlänge addiert.

„Seitdem bin ich wieder richtig motiviert“, sagt Budde. Mit Lennard Wohlrab, Danny Kühn, Matthias Kemper und Lennart Schröder hat er sich als Laufgruppe im Internet organisiert.

Großes Lob bekommen die Abbehauser von Moritz Hohn (1. FC Nordenham): „Die sind richtig ehrgeizig und uns an Strecke voraus.“ Mit seinen Freunden habe er bisher 250 Kilometer zurückgelegt. Budde und sein Team haben bisher 600 Kilometer in den Knochen.

Wie alle anderen sehnt sich auch Hohne nach dem Ball und den Mannschaftskollegen: „Joggen allein ist auf Dauer schwer durchzuhalten.“

Der Ex-Abbehauser Julian Milz verriet ein wenig vom Traingsprogramm seines neuen Vereins FC Rastede: „Neben den Laufeinheiten gibt es per Video ein gemeinsames Krafttraining, dass unser Co-Trainer Kito Danylo vorgibt.“

In guter Form

Er bedauert die Unterbrechung, war er doch in guter Form. „Im ersten Spiel nach der Winterpause habe ich für Rastede gegen den Heidmühler FC endlich meine ersten beide Tore geschossen. Da hätte ich gern angesetzt, doch das ist mir verwehrt geblieben.“ In Rastede habe es keine Trainingseinheit ohne Ball gegeben. Daher fielen allen Rasteder Löwen die Laufeinheiten jetzt schwer, sagt Milz und schmunzelt.

Der Ex-Braker Mirco Jankowski berichtet von den derzeitigen Trainingsmethoden bei seinem neuen Verein SV Aumund-Vegesack (Bremen-Liga): „Jede Woche bekommen wir vom Trainer exakte Vorgaben für Lauf- und Kraft-Einheiten, die wir trainieren und dokumentieren müssen. Zudem gibt es einmal in der Woche eine Videokonferenz, an der alle Spieler teilnehmen müssen.“ Einer der Betreuer in Vegesack ist übrigens der Nordenhamer Mario Duhm, der beim FCN über Jahre das Tor gehütet hat.

Darüber, wie es weitergehen soll, sind sich fast alle Spieler einig. Mathes: „Es sollte keine Auf- und keine Absteiger geben. Man kann es eh nicht allen recht machen. Beginnen wir doch ab September einfach noch einmal von vorne.“ Zudem freuen sich die Mannschaften auf die Spiele vor Zuschauern. Budde sagt: „Mit unseren Fans im Rücken erhalten wir dann auch wieder den Ausgleich, den jeder Fußballer am Wochenende benötigt.“

Umfrage
Machen Sie mit beim großen Wesermarsch-Check. Was gefällt Ihnen besonders in Ihrer Gemeinde und wo sehen Sie noch Verbesserungspotential?

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.