Wesermarsch - Die Bezirksliga-Fußballer des SV Brake und des TSV Abbehausen spielen am kommenden Sonntag, 15 Uhr, jeweils vor eigener Kulisse gegen punktlose Teams. Der SVB erwartet den SV Ofenerdiek, der TSV den ESV Wilhelmshaven.
SV Brake - SV Ofenerdiek. Brakes Trainer Maik Stolzenberger hat den SVO bei seiner 0:5-Niederlage gegen den TuS Obenstrohe von Cotrainer Carsten Feist beobachten lassen. Fazit: „Wir dürfen Ofenerdiek aufgrund des misslungenen Saisonstarts keineswegs unterschätzen“, sagt Stolzenberger. Punktlos steht das Team von Trainer Brian Adamovic am Ende der Tabelle. Jannik Brandt fehlt dem SVO in Brake aufgrund einer Roten Karte als routinierter und torgefährlicher Akteur.
Nachteil befürchtet
Derweil sieht Stolzenberger die kurzfristige Absage des Spiels beim Heidmühler FC als Nachteil an: „Die Gesundheit der Spieler geht stets vor. Doch kann eine Mannschaft auch schnell den Rhythmus verlieren. Keine Trainingseinheit kann ein Spiel ersetzen.“ Ein Lob gibt es für Yusuf Yildirim: „Für ihn ist die Stammelf nicht fern, er hängt sich in jedem Training voll rein. Allerdings ist ihm die fast einjährige Spielpause wegen der Auflösung seines Ex-Vereins SR Esenshamm anzumerken.“ Bisher kam Yildirim über die Reservistenrolle nicht hinaus.
Gegen den ESV Wilhelmshaven war der quirlige Ilhan Tasyer für fast alle Standardsituationen verantwortlich – zumeist mit bescheidenem Erfolg. „Ich habe aber noch zwei, drei weitere Akteure, die das prima können“, sagt Stolzenberger.
Harter Schuss
Einer davon ist Fynn Landwehr, der über einen extrem harten Schuss verfügt. „Er muss noch mehr Mut zu Distanzschüssen zeigen und auch bei Standards mehr Verantwortung übernehmen“, sagt Stolzenberger über seinen Außenverteidiger.
TSV Abbehausen - ESV Wilhelmshaven. Brakes Trainer Mark Stolzenberger wagt eine Prognose für das Spiel des Kreisrivalen: „Wenn der ESV so agiert wie vor 14 Tagen bei uns, wird Abbehausen auf dem Kunstrasen hoch gewinnen.“ Doch die Wilhelmshavener haben sich anscheinend gefangen. Deshalb warnt TSV-Trainer Frank Meyer vor dem Gegner. „Der ESV ist sehr unangenehm, das hat am vergangenen Wochenende schon der FC Rastede erfahren müssen, obwohl er mit 2:0 gewonnen hat.“
Günther Friedrich, Co-Trainer des ESV, bestätigt das: „Wir haben ein Mal nicht aufgepasst – und schon war Rastedes Torjäger Sergej Müller zur Stelle. Das zweite Gegentor resultierte aus einem unberechtigten Handelfmeter. Unserem Spieler sprang im Gewühl der Ball an die Hand.“
Friedrichs sagt: „Unsere junge Mannschaft kennt den Abbehauser Kunstrasen nicht. Warum sollten wir im Vorfeld schon ängstlich sein?“
Verbessert hat der ESV gegen Rastede sein Defensivverhalten. Gegenüber dem 1:7 in Brake rückte er gegen Rastede in der Abwehr auch bei eigenen Angriffen auf. Die Laufwege für das Mittelfeld waren damit kürzer. Dem ESV fehlt am Sonntag der torgefährlichste Angreifer wegen einer Knieverletzung: Habib Haliti
Stammspieler fehlen
Frank Meyer muss gegen den ESV auf Niklas Budde, Matthias Kemper und Lennart Wohlrab verzichten. Der Einsatz von Andre Böse ist wegen einer Knöchelverletzung fraglich. Adrian Dettmers kehrt erst einen Tag vor dem Anpfiff aus einem Urlaub zurück. Er wird voraussichtlich nicht in der Startelf stehen.
Der Abbehauser Übungsleiter erinnert sich ungern an die Spiele gegen den ESV in der vorvergangenen Saison: „Da haben wir daheim 1:2 verloren und beim ESV noch in der Schlussminute den 2:2-Ausgleich zugelassen“, sagt Meyer.
Gut in Form und physisch für den Herrenbereich gerüstet zeigen sich die jungen Abbehauser Filip Radu und Dennis Wego, die in der vergangenen Saison noch in der A-Jugend gespielt haben. Wego gelangen immerhin schon zwei Saisontreffer.
