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NWZonline.de Region Wesermarsch

Mit Schulen Berufsorientierung vertiefen

04.05.2018

Wesermarsch Das Handwerk boomt, aber es gibt noch viele Baustellen: So lautete das Fazit der Kreishandwerkerschaft bei ihrer Versammlung im Hotel Weserblick in Berne. Bei dem regelmäßig stattfindenden Erfahrungsaustausch der elf Innungsvertreter standen diesmal auch Wahlen auf der Tagesordnung. Zusammen mit André Kuhlmann, Sven Placküter und Jens Thormählen als Vorstandsmitglieder bleiben Stephan Hayen und Walter Tapken weiterhin Kreishandwerksmeister und Stellvertreter.

Beim Handwerk stehen die Themen demografischer Wandel, Digitalisierung und Datenschutz im Fokus. Ein weiteres „D“ könne hinzugefügt werden. Denn der „Betrug der Autoindustrie an den Dieselfahrern“ betreffe auch viele der Handwerker im ländlichen Raum. Sie machten sich Sorgen, wie sie demnächst ihre Kunden in den Städten erreichen sollen, so die Erfahrung von Kreishandwerks-Geschäftsführer Thomas Sturm.

Geeignete Auszubildende zu finden, ist in allen Branchen ein Dauerthema. Stefanie Seyfahrt, Sturms Stellvertreterin, kritisierte hinsichtlich der Nachwuchsgewinnung die Förderung an den oftmals falschen Stellen und mahnte an, für die Durchlässigkeit zu werben.

Die Berufsfindungsmesse an den Berufsbildenden Schulen des Landkreises wurde als gute Unterstützung hervorgehoben. Das Handwerk wünsche sich, mit den Schulen die Berufsorientierung weiter zu vertiefen. „Vielen ist nicht bekannt, dass man auch als Geselle studieren kann. Es gibt internationale Austauschprogramme. Die Möglichkeiten im Handwerk sind sehr vielfältig aufgebaut. Und wir leben von und mit der Industrie“, so Sturm. Ohne Handwerker könnten Fabriken gar nicht gebaut werden. Dass diese Fachkräfte dann oftmals mit Hilfe von Subventionen abgeworben werden, bedauerte er hingegen. Genauso, wie es für Schlagzeilen sorgt, wenn eine große Firma zumacht, während das Verschwinden eines kleinen Handwerksbetriebes oft keine Zeile in der Presse wert ist.

Dabei ist das, was im Handwerk neben der regulären Arbeit ganz ohne Marketing-, Rechts- oder Personalabteilung geleistet werden muss, nicht einfach. Und damit war Sturm auch schon mit Blick auf das neue Datenschutzgesetz bei den immer wieder neuen bürokratischen Hürden, die den Handwerkern das Leben schwer machen – ein Punkt, den SPD-Landtagsabgeordnete Karin Logemann, die Gast der 142. Mitgliederversammlung war, gerne mit nach Hannover nahm.

Neben dem Wunsch nach wesentlich mehr Förderung, um das Handwerk attraktiver machen und beim schnellen, technischen Wandel weiter Schritt halten zu können, wurde auch der Ausbau der Verkehrs- und Breitbandanbindungen in der Wesermarsch geäußert.

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