Wesermarsch - Die gute Nachricht für die Tennisspielerinnen und Tennisspieler vorweg: In Niedersachsen können im Training immer noch Einzel gespielt werden. Nach Veröffentlichung der neuen Verordnung des Landes Niedersachsen in Bezug auf die Corona-Pandemie ist das Spielen mit Einschränkungen und unter Einhaltung der Abstands- und Hygienemaßnahmen weiterhin erlaubt, weil der Tennissport ein Individualsport ist. Aber der Tennisverband Niedersachsen-Bremen empfiehlt ab sofort, auf Doppel zu verzichten. Das teilte der Verband mit.
Weniger Spielraum
Bisher galt, dass Doppel möglich sind, wenn maximal zwei Haushalte (jeder auf einer Seite) auf dem Platz stehen. Dieses habe die neue Verordnung klarer geregelt: Es gelte nun das Prinzip „ein Haushalt plus eine Person“.
Ein Doppel ist daher aktuell nur noch mit Menschen aus einem Hausstand möglich oder aus einem Hausstand plus einer weiteren Person. Zwei Paare aus zwei verschiedenen Hausständen dürfen indes vorerst bis Ende des Monats nicht mehr gegeneinander Doppel spielen. Daher empfehle der TNB „ganz klar“, dass nur noch das Einzeltraining durchzuführen sei. „Aus Sicht des TNB lässt die Verordnung hier keine andere Interpretation mehr zu“, heißt es. „Wenn ein Verein oder ein Trainer davon abweichen möchte möge er sich bitte mit seinem, Gesundheitsamt vor Ort abstimmen.“
Rolf Hübler, Jugendwart der Tennis-Region Jade-Weser-Hunte glaubt, dass die Vereine, in denen Doppel bisher noch gespielt wurden, mit der neuen Regel keine Probleme haben werden. „Es wird keine negativen Folgen haben. Die Clubs müssen sich nur auf die neue Situation einstellen."
Bei seinem Heimatverein, dem TK Nordenham, würden schon seit Monaten keine Doppel mehr gespielt. Einzige Ausnahme: Wenn in einem Match die jeweiligen Doppelpartner und -partnerinnen jeweils aus einem Haushalt kamen. „Aber das war nur sehr selten der Fall. Ansonsten haben wir uns auf die Einzel beschränkt.“ Die Regel sei eindeutig: „In unserer Zwei-Feld-Halle dürfen sich maximal nur vier Personen aufhalten.“
Hübler sagt, dass sich die Tennisspielerinnen und Tennisspieler glücklich schätzen könnten, dass es für sie noch die Möglichkeit gebe, ihren Sport auszuüben. Ihn imponiert die Art und Weise, auf welch hohem Niveau die Trainer und Trainerinnen improvisiert hätten. Das Regionsjugendtraining habe in den vergangenen Wochen kaum gelitten, sagt er. „Das liegt vor allem an unseren topengagierten Trainern“, sagt er.
Engagierte Trainer
Mit ihrer Mischung aus Präsenztraining und digitalem Training hätten sie es geschafft, die Kinder und Jugendlichen gut zu bedienen. Die Trainingsarbeit in den Vereinen – er nennt hier den TKN und den SV Nordenham – sei ähnlich innovativ. Nur die Matchpraxis fehle den Kindern und Jugendlichen. „Das ist natürlich ein Nachteil, den man nicht kompensieren kann.“
Er hofft, dass der Punktspielbetrieb der Kinder und Jugendlichen Anfang Mai gestartet werden kann. Die Titelkämpfe der Tennisregion Jade-Weser-Hunte sollen vom 16. bis zum 18. April stattfinden. „Sollten die Infektionszahlen sinken, ist das ein realistischer Termin“, meint er.
Damit die Punktspiele der Frauen, Männer und Altersklassen im Februar beginnen können, müssten die Infektionszahlen ebenfalls zurückgehen. „Der Verband betrachtet die Situation mit Sorgfalt“, sagt Hübler.
