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Wintervergnügen mit Kunsteisbahn Neue Hoffnung für Nordenham on Ice

Noch ist nicht entschieden, ob es in diesem Jahr eine Neuauflage von Nordenham on Ice gibt.

Noch ist nicht entschieden, ob es in diesem Jahr eine Neuauflage von Nordenham on Ice gibt.

Jens Milde/Archiv

Nordenham - Die Stadt Nordenham besitzt zwar eine 300 Quadratmeter große Eisbahn aus Kunststoff, die sie im vergangenen Jahr mit Fördermitteln aus dem Programm „Perspektive Innenstadt“ angeschafft hat. Aber wann kommt die Anlage, die inklusive Ausstattung und Zubehör rund 150 000 Euro kostete, wieder zum Einsatz? Die ursprüngliche Idee, die Piste für einen Schlittschuh-Spaß im Sommer zu nutzen, ließ sich nicht umsetzen, weil kein Betreiber aufzutreiben war. Jetzt bemühen sich die Verantwortlichen im Rathaus nach Kräften, wenigstens das Wintervergnügen „Nordenham on Ice“ wieder anbieten zu können.

Verhandlungen laufen

Lange Zeit sah es danach aus, dass es mit einer Neuauflage von „Nordenham on Ice“ in diesem Winter nichts wird. Doch inzwischen gibt es Hoffnung. „Wir arbeiten an einer Lösung“, sagt Vize-Verwaltungschef Bert Freese, „noch ist aber nichts spruchreif.“ Das Hauptproblem besteht nach wie vor darin, einen Betreiber für die Eisbahn zu finden. In diesem Punkt kann Bert Freese zumindest einen Teilerfolg vermelden. Nach seinen Angaben steht die Stadt in Kontakt mit einem Interessenten, der sich unter bestimmten Bedingungen vorstellen könnte, den Job zu übernehmen.

Angesichts der laufenden Verhandlungen will sich Bert Freese nicht zu Einzelheiten äußern. Fest steht aber, dass es in erster Linie um die Frage geht, wie weit die Stadt Nordenham dem möglichen Eisbahn-Betreiber finanziell entgegenkommen kann und will. Unter der Voraussetzung, dass sich beide Seiten einigen, soll Nordenham on Ice vom 24. November bis zum 5. Januar stattfinden.

Aufgrund der Erfahrungen aus dem Vorjahr hat sich die Stadt Nordenham entschlossen, das Eislaufvergnügen und den Weihnachtsmarkt organisatorisch voneinander zu trennen. „Nordenham on Ice“ soll wieder in private Hände vergeben werden, aber die Zuständigkeit für das adventliche Budendorf übernimmt die Stadt selbst. Die beim Ordnungsamt tätige Marktmeisterin Regina Lindhorst hat die Aufgabe erhalten, sich darum zu kümmern, dass Getränke- und Verzehrstände sowie ein Kinderkarussell vor Ort sind.

Hoher Aufwand

Mit der Ausrichtung von „Nordenham on Ice“ ist laut Bert Frese ein großer Aufwand verbunden, den die Stadt Nordenham nicht leisten könne. Den Aufbau der in Einzelteile zerlegten Kunsteisbahn würde der Bauhof zwar übernehmen, aber mehr sei nicht machbar. Im Vorjahr habe sich zudem gezeigt, dass der Pflege- und Reinigungsaufwand deutlich höher als erwartet sei. Darüber hinaus werde Personal für die Überwachung der Bahn und für das Schleifen der Schlittschuhe benötigt.


Kopfzerbrechen bereitet auch die Frage, ob eine Zeltüberdachung unbedingt sein muss. Es gibt Überlegungen, auf Kostengründen darauf zu verzichten. Nicht verzichtbar – und schon teuer genug – ist laut Bert Freese ein Unterbau für die Kunststoffplatten der Eisbahn. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass „Nordenham on Ice“ wieder auf dem Marktplatz über die Bühne gehen soll. Im vergangenen Jahr mussten Nordenham on Ice und der Weihnachtsmarkt auf die unbefestigte Brachfläche an der Ecke Marktstraße/Lloydstraße ausweichen. Das hing damit zusammen, dass der Jahnplatz zu der Zeit umgebaut wurde und somit nicht als Ersatzstandort für den Wochenmarkt zur Verfügung stand. Diesmal soll es wieder so sein, dass der Wochenmarkt für die Dauer des Wintervergnügens auf den Jahnplatz umzieht.

Das Weihnachtsdorf, das der Gastronom Udo Venema in großem Stil in Abbehausen auf die Beine stellt, betrachtet Bert Freese „nicht als Konkurrenz, sondern als Bereicherung“. Möglichen Gedankenspielen, dort die Kunsteisbahn aufzustellen, erteilt er allerdings eine Abfuhr. Bert Freese verweist darauf, dass die für die Kunsteisbahn in Anspruch genommenen Zuschüsse für die Aufwertung der Innenstadt bestimmt sind. Laut Förderrichtlinien dürfen alle aus diesem Topf finanzierten Anschaffungen mindestens fünf Jahre lang nur in der Innenstadt genutzt werden.

Norbert Hartfil
Norbert Hartfil Redaktion Nordenham (Leitung)
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