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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

100 Unterschriften gegen Windpark

31.12.2016

Seefeld Die neue Bürgerinitiative „Gegenwind“ findet in Seefeld Unterstützung. Wie ihr Sprecher Johann Dieckmann mitteilt, hat sie binnen 10 Tagen rund 100 Unterschriften gegen einen Windpark zwischen Schwei und Seefeld gesammelt.

Was mit den Unterschriften geschehen soll, ist noch unklar, sagt Dieckmann: „Wir wollten vor allem feststellen, wie die Seefelder zum Thema Windpark stehen. Nur zwei Bürger sagten: Das interessiert uns nicht.“ Auch bei einem Rundgang durch die Von-Aldenburg-Straße hörten die Initiatoren am Donnerstagabend viel Kritik. Mehrere Bürger klagten, dass die beiden leistungsstärkeren neuen Windräder an der Hobendieker Straße mehr Belastungen verursachten als die kürzlich abgebauten sechs Rotoren. Ein Rentner sagte, er habe wegen der Belastungen sein Schlafzimmer verlegen müssen.

Johann Dieckmann und seine Mitstreiter wohnen an der Utergadinger Straße. Aus den Plänen, die sie sich beschafft haben, geht hervor, dass der Park etwa 400 Meter von ihren Häusern entfernt beginnen würde. Zehn Windräder wären in Sichtweite.

„Wir wollen nicht gesundheitlichen Belastungen ausgesetzt sein, die nicht geklärt sind“, betont Dieckmann und denkt vor allem an Infraschall, also Geräusche, die unterhalb der menschlichen Hörschwelle liegen, aber aufgrund des Schalldrucks dennoch Auswirkungen haben.

Zudem seien viele Bürger wegen der Ruhe und des unverbauten Blicks nach Seefeld gezogen. Neben Gesundheit und Wohnwert sieht Johann Dieckmann auch den Tourismus beeinträchtigt. „Das Seminar-Hotel Kunze-Hof würde es als Erstes zu spüren bekommen“, sagt der 65-jährige Berufsbetreuer. „Aber der Inhaber Reiner Kunze hat sich zu den Plänen noch nicht geäußert.“

Touristen kämen überwiegend wegen des Kunze-Hofs und der Mühle nach Seefeld. „Diese Gäste haben eine idealisierte Vorstellung von der Natur und würden von einem Windpark vor der Mühle abgeschreckt“, fürchtet Dieckmann. „Das sehen Urlauber, die nach Tossens fahren, ganz anders. Die interessiert das nicht.“

Johann Dieckmann glaubt nicht, dass sich Windkraftanklagen generell verhindern lassen, aber in der Nähe von Wohngebieten hätten sie nichts zu suchen. Früher sei er selbst ein Befürworter der Windkraft gewesen, doch heute glaube er, dass sich der westliche Lebensstil, der auf einem hohen Energieverbrauch basiere, ändern müsse. Sobald es wärmer wird, will er selbst damit anfangen und mit dem Fahrrad ins Büro nach Rodenkirchen fahren.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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