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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Nkt Cables: 130 Arbeitsplätze für drei Jahre gesichert

10.02.2016

Friedrich-August-Hütte Der Geschäftsbereich Gehäusetechnik geht verloren, jedoch gibt es für 130 Vollarbeitsplätze bei NKT Cables in Friedrich-August-Hütte einen für die kommenden drei Jahre geltenden Standortsicherungsvertrag. Den haben jetzt Geschäftsführung und Betriebsrat nach intensiven Verhandlungen abgeschlossen.

Wie Martin Schindler, Geschäftsführer der IG Metall Wesermarsch, mitteilte, verständigten sich Geschäftsführung und Betriebsrat zudem für die von der Aufgabe der Gehäusetechniksparte, die verkauft wird, betroffenen 50 Mitarbeiter auf einen „sehr attraktiven Interessenausgleich und Sozialplan“.

Um den Mitarbeiterabbau von jetzt 180 auf dann 130 so sozialverträglich wie möglich zu gestalten, sei ein zweistufiges Verfahren vereinbart worden. Im ersten Schritt werde es ein großzügiges Freiwilligenprogramm geben, um Mitarbeitern die Möglichkeit zu bieten, freiwillig aus dem Unternehmen auszuscheiden.

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Sollten mit diesem Programm nicht ausreichend Mitarbeiter erreicht werden, werde im zweiten Schritt eine Sozialauswahl folgen. Um betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden, und damit Betroffene möglichst schnell einen neuen Arbeitsplatz finden, werde eine Transfergesellschaft eingesetzt, erläuterte Martin Schindler.

Mit dem Vertrag werde das vom Betriebsrat befürchtete „Sterben auf Raten“ des NKT-Cables-Standort Nordenham verhindert. Zudem sehe der Vertrag signifikante Investitionen im Geschäftsbereich Kabelgarnituren vor.

Mit der Umstrukturierung , bei der die Stammbelegschaft in Nordenham in den kommenden Jahren von 180 auf 130 Mitarbeiter verkleinert wird, will sich das Unternehmen auf das Kerngeschäft Kabelgarnituren konzentrieren. Die Garniturenfertigung soll nach und nach erweitert werden, um so langfristig das Personal wieder aufzustocken.

Der Betriebsrat hatte ein eigenes Konzept zur Weiterführung der Gehäusetechnik unter veränderten, betrieblichen Strukturen erarbeitet, war damit aber gescheitert.

Rolf Bultmann Nordenham / Redaktion Nordenham
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