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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

5 vor 12 für Hammelwarder Wahrzeichen

23.06.2015

Brake Düstere Aussichten für den Wasserturm in Brakes Stadtsüden: Experten des Monumentendienstes haben das Wahrzeichen von Hammelwarden am Montag einer Inspektion unterzogen und sind als erstes Fazit zu dem Ergebnis gekommen, dass ein hoher Sanierungsbedarf besteht. In gut zwei Wochen soll ein umfangreicher Bericht vorliegen. Er könnte den in Nordrhein-Westfalen lebenden Eigentümer Martin Wenderoth dazu veranlassen, endgültig den Abriss des unter Denkmalschutz bestehenden Turms zu beantragen.

Nachdem Ende März professionelle Kletterer aus Bremen lose Teile aus der Fassade des Turms gesichert hatten (NWZ  berichtete), hatte Wenderoth nun den Monumentendienst mit Sitz in Cloppenburg mit einer erneuten Inspektion beauftragt. Der Eigentümer sagte am Dienstag auf Nachfrage der NWZ , dass es sich dabei um eine turnusmäßige Untersuchung handele.

Wenderoth erhofft sich von der Inspektion aber auch eine Antwort auf eine entscheidende Frage – nämlich die, ob der Wasserturm zu retten ist oder er ihn abreißen lassen muss. Das werde im Wesentlichen davon abhängen, zu welchen Ergebnissen der Monumentendienst hinsichtlich der für eine nachhaltige Sanierung aufzuwenden Kosten kommt.

Mittels eines 45 Meter langen Hubsteigers nahmen Sven Rathjen und Martin Schiebe, beide staatlich geprüfte Techniker für Baudenkmalpflege und Altbauerhaltung, die Fassade des Wasserturms unter die Lupe und sicherten zudem lose Teile, die herunterzustürzen drohten. Ein erstes Fazit, das Rathjen im Gespräch mit der NWZ  zieht, lässt für den anstehenden Inspektionsbericht nichts Gutes erwarten: „Großer Aufwand“ müsse betrieben werden, um den Turm zu sanieren, so der Experte.

In der Fassade müssen an vielen Stellen Ziegel und Fugen erneuert werden. Zudem sei das Dach undicht; Wasser dringe dadurch in den Turm ein und verursache inzwischen auch im Inneren des Gebäudes Schäden. Für eine Sanierung müsste der gesamte Turm eingerüstet werden. Allein das würde hohe Kosten verursachen. Rathjens Einschätzung: „Ohne eine neue Nutzung wird es sehr schwer werden, das Gebäude zu halten.“ Potenzielle Nutzer sind indes weiterhin nicht in Sicht, wie Wenderoth bestätigt.

Ein Problem Wenderoth so oder so. Sollte der Bericht des Monumentendienstes so hohe Sanierungskosten ausweisen wie zu befürchten ist, könnte Wenderoth zwar auf wirtschaftliche Unzumutbarkeit pochen und eine Abrissgenehmigung bei der Denkmalschutzbehörde beantragen. Doch auch ein Abriss wird mit hohen Kosten zu Buche schlagen. Das Gebäude müsste Stück für Stück abgetragen werde. Eine Sprengung kommt laut Sven Rathjen wegen der nahen Wohnbebauung nicht in Frage. Einen segmenteweisen Abtrag lasse die Bauweise nicht zu.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/wesermarsch 
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Detlef Glückselig
Butjadingen
Redaktion Nordenham
Tel:
04731 9988 2204

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Monumentendienst | Denkmalschutzbehörde

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