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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Größter Munitions-Transport seit 20 Jahren

11.11.2016

Nordenham Der Umschlag von Munition für die und von der US Army gehört bereits seit 70 Jahren zum Tagesgeschäft im Nordenhamer Midgard-Hafen. Die jüngste Lieferung hatte es aber in sich, nicht wegen der Art der Munition, sondern wegen der Menge. Die Anlandung von 620 Containern war die größte Munitionseinzellieferung, die in den vergangenen 20 Jahren von Amerika nach Europa gebracht wurde, gab die US Army jetzt bekannt.

Die 263 Meter lange „Roy M. Wheat“, ein für militärische Transporte umgebautes Spezialschiff der US Navy, machte mit den 620 Containern am 29. Oktober an der Midgard-Pier fest. Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen – vorsichtshalber waren die Löschkanonen in Betrieb genommen worden – und bewacht von US-Soldaten wurde die Munition für die Air Force und die Army auf Züge verladen und nach Miesau (Rheinland-Pfalz) transportiert.

Dort befindet sich das zwischen Kaiserslautern und Saarbrücken gelegene Miesau Army Depot, das nicht nur das größte Munitionslager In Deutschland, sondern auch außerhalb der Vereinigten Staaten ist ist.

Zur Verladung der Container auf die Bahn, die einige Tage in Anspruch nahm, war Oberstleutnant Brad Culligan, Kommandeur des 838. Transport-Bataillons des Military Surface Deployment and Distribution Command, nach Nordenham gekommen. Von Miesau sollen verschiedene Standorte der US Army und der Air Force in ganz Europa mit Munition versorgt werden.

Zweite Lieferung

Nach Angaben eines militäreigenen Senders der US Army war die jetzige Munitionslieferung bereits die zweite in diesem Jahr. Im Februar waren 415 Container mit einem Gewicht von 5000 Tonnen über den Nordenhamer Midgard-Hafen nach Deutschland gebracht worden.

„Es geht dabei um Abschreckung. Wir könnten tausend Panzer hier haben, aber wenn wir keine Munition für sie haben, gäbe es keinen Abschreckungseffekt. Es ist ein weiteres Beispiel für die Verpflichtung der USA für die Sicherheit und Stabilität in Europa“, begründete Generalleutnant Ben Hodges, Kommandeur der US Army Europe, die beiden großen Munitionslieferungen.

Präsenz ausbauen

Ben Hodges machte klar, dass diese Waffenlieferung zwar wegen der Größe bedeutsam sei, aber nur zeige, dass die US-Streitkräfte ihre Präsenz in Europa weiter ausbauen. Durch die Vermehrung der verfügbaren Munition solle das Vertrauen der europäischen Alliierten gestärkt und auch die Einsatzbereitschaft der US-Streitkräfte in Europa verbessert werden.

Der Nordenhamer Hafen von Rhenus Midgard ist seit nunmehr 70 Jahren europäischer Hauptumschlagplatz für US-Munition. In Zeiten das kalten Krieges wurden jährlich 90 000 Tonnen Munition angelandet, was auch mehrfach zu Protestaktionen führte. In der Regel sind die Munitionstranssporte geheime Kommandosache. Auch über den jetzigen Transport informierte die US Army erst, als die Munition ihr Ziel bereits erreicht hatte. 


Ein Video sehen Sie unter   www.youtube.com/watch?v=odexsmao6he 
Rolf Bultmann Nordenham / Redaktion Nordenham
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