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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Einzigartiges Haus hat jetzt Zukunft

07.09.2017

Abbehausen Tanja Schiller hat es tatsächlich geschafft: Die einzige Tochter des im Februar 2009 verstorbenen letzten Inhaber-Kaufmanns Elmer Freese hat dessen Lebenswerk mit einer einzigartigen Sammlung von Kaufhaus-Inventar aus der Mitte des 19. Jahrhunderts nicht nur übernommen. Sie hat das Erbe des historischen Kaufhauses an der Butjadinger Straße 101 in Abbehausen auch in eine aussichtsreiche Zukunft geführt.

 Mutige Initiative

Während einer kleinen Projektabschlussfeier am Mittwoch im Laden des Hauses haben Redner bestätigt: Dank ihrer klugen und mutigen Initiative sind Fördergelder bewilligt worden, die eine erfolgreiche Sanierung der Gebäudehülle für insgesamt 188 000 Euro ermöglicht haben. Dem 1897 erbauten zweigeschossigen hellen Putzbau mit schiefergedecktem Satteldach droht jetzt keine Baufälligkeit mehr.

Tanja Schiller, die als Projektassistentin in der Offshore-Branche in Bremerhaven arbeitet, dankte allen Förderern und dem Architekten Thomas Schramm. Zum äußeren Zeichen des Dankes erhielten sie schmuck aufbereitete Exemplare alter Schieferdachplatten.

Das historische Kaufhaus in Abbehausen gilt nicht nur wegen des Inventars als einzigartig im Oldenburger Land. Das hat am Mittwoch auf Nachfrage der NWZ auch Wiebke Dreeßen vom Stützpunkt Oldenburg des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege bestätigt.

 Mit Ladengeschäft

Denn das historische Kaufhaus wird auch heute noch als Geschäft genutzt: Seit 2010 verkauft im Laden im Erdgeschoss Susanne Schiller, die Schwägerin der Eigentümern, erfolgreich Haushaltswaren, Handarbeits- und Bastelartikel. Der Museumsteil des Hauses beginnt an der hinteren Tür im Laden und ist an den Museums-Förderverein verpachtet.

Mit einer Bösen Überraschung

Entsprechend den Vorgaben des Denkmalschutzes sind Dach, Fassade und Fenster des 1897 errichteten Wohn- und Geschäftshauses erneuert worden.

Einen harten Schlag gab es während der Arbeiten: Es stellte sich wider Erwarten heraus, dass die Festigkeit des Holzkerns der aus dem Jahr 1897 stammenden Holzfenster angegriffen war. Eine aufwendigere Restaurierung der Rahmenprofile wurde daher nötig.

Die Mehrkosten von 18 000 Euro konnten aufgefangen werden, weil die Förderung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und die Leader-Förderung aufgestockt wurden.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) hat in Abbehausen erstmals ein historisches Kaufhaus gefördert (mit 68 000 Euro). Tanja Schiller hatte anfangs wenig Hoffnung auf diese Zuschüsse. Denn die bundesweit renommierte Stiftung fördere, so sagte sie, in Deutschland den Denkmalschutz vor allem von Schlössern, Burgen, interessanten Herrenhäusern und bedeutenden Kirchen.

 Besonderes Erlebnis

Tanja Schiller vermutete, dass der Stiftung das Kaufhaus in Abbehausen nicht wichtig genug ist. Doch das Gegenteil ist der Fall. Das bestätigte am Mittwoch Dörte Lossin, Ortskuratorin Oldenburg der DSD. Sie sprach von einem „Denkmalerlebnis der besonderen Art“.

Aus dem Leader-Programm der Europäischen Union sind 92 430 Euro Zuschuss für die Kaufhaus-Sanierung gezahlt worden. Laut Meike Lücke vom Regionalmanagement der lokalen Arbeitsgruppe „Wesermarsch in Bewegung“ ist dies das erste komplett fertiggestellte und abgerechnete Projekt der Leader-Förderperiode 2014 bis 2020 in der Wesermarsch.

Tanja Schiller habe, so Meike Lücke, bei der Antragstellung für die Fördergelder ganz hohe Anforderungen erfüllen müssen, auch was die Formalitäten betrifft. Sie habe „alles mit Bravour gemeistert“.

Die Oldenburgische Landschaft und eine LzO-Stiftung haben jeweils 4000 Euro beigesteuert. Für die Landschaft gratulierte am Mittwoch Geschäftsführer Dr. Michael Brandt der Eigentümerin Tanja Schiller. Für die LzO war Stefanie Lay gekommen.

Bürgermeister Carsten Seyfarth sprach von einem „Kaufmannsladen wie im Bilderbuch“. Das historische Kaufhaus sei eine Attraktion für die ganze Stadt.

Glückwünsche sprach auch die neue Vorsitzende des Museums-Fördervereins, Ursula Falkenburger, aus. Sie verwies auf die neue Ausstellung von Patchworkarbeiten.

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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