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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Naturschutz: „Alle Belange berücksichtigen“

12.09.2013

Wesermarsch Die intakte Kulturlandschaft der Wesermarsch bietet vielen Vogelarten einen idealen Lebensraum. Damit dieser nicht verschwindet, gibt es für viele Flächen besonders hohe Naturschutzauflagen, die nicht selten zu Konflikten mit den Interessen anderer Nutzer führen. „Naturschutz ist erforderlich, aber er darf nicht alleiniger Maßstab sein“, sagt der parteilose Landratskandidat Thomas Brückmann. „Alle Belange müssen berücksichtigt werden, Naturschutz, Landwirtschaft, aber zum Beispiel auch der Deichbau.“

Bei einem Gespräch mit Burchard Wulff, Vorsteher des II. Oldenburgischen Deichbands, und Rüdiger Wilken, Geschäftsführer des Kreisverbands Wesermarsch der Wasser- und Bodenverbände, ging es um die Frage, was der Entwurf zum neuen Landschaftsrahmenplan für die Deichbände bedeutet.

An dem Gespräch nahm auch Kreislandwirt Peter Cornelius teil. „Es gibt bereits jetzt einen enormen Druck auf die Flächen“, berichtete Peter Cornelius. „Durch die Konkurrenz durch die Biogasanlagen sind die Bodenpreise gestiegen, zudem sind in den vergangenen Jahren in der Wesermarsch viele Ausgleichsflächen für den Jade-Weser-Port und andere Großvorhaben ausgewiesen worden, was die Preise für die verbliebenen Flächen weiter in die Höhe treibt.“

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Für den II. Oldenburgischen Deichband wird es deshalb immer schwieriger und kostspieliger, noch geeignete Flächen für den Kleiabbau zu finden, der für die Deicherhöhungen benötigt wird. „Wir würden uns wünschen, wenn im Landschaftsrahmenplan nicht nur Vorrangflächen für den Wiesenvogelschutz ausgewiesen werden, sondern auch ausreichende Vorrangflächen für den Kleiabbau“, sagten Burchard Wulff und Rüdiger Wilken. Dies unterstützt Thomas Brückmann. Er spricht sich dafür aus, Ermessensspielräume, die es im Naturschutzrecht gibt, stärker zugunsten des Deichbaus auszulegen.

Für die aktuelle Baustelle des II. Oldenburgischen Deichbands bei Schweiburg werden seit 2012 auf 20 Hektar insgesamt 280 000 Kubikmeter Kleiboden aus Pütten nahe Diekmannshausen ausgebaggert. Nach dem Ende der Arbeiten wird die Pütte als Ausgleichsmaßnahme für die Bodenentnahme dienen. Derzeit ist geplant, die Pütte zu vernässen; es gibt aber auch Überlegungen, hier ein Rastgebiet für Gänse einzurichten. Das wäre im Interesse der Landwirte, da dann die Flächen für die Bewirtschaftung erhalten bleiben.

Für den erhöhten Deich müssen ebenfalls Ausgleichsflächen ausgewiesen werden, wenn durch die Baumaßnahmen Salzwiesen überbaut werden. Der Landkreis müsse aufpassen, so Thomas Brückmann, dass die Wesermarsch nicht noch zusätzlich zu dem Bedarf, der vor Ort verursacht wird, mit Ausgleichsflächen für Bauprojekte in anderen Landkreisen und auf Bremer Gebiet überfrachtet wird, „wie es in der Vergangenheit oft der Fall war“.

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