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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

WIRTSCHAFT: „Alle Jahre wieder“ gibt’s nicht mehr

23.12.2005

NORDENHAM Der Dezember bleibt in vielen Geschäften der stärkste Monat. Doch die Kunden achten auf ihr Geld.

von henning bielefeld NORDENHAM - Es war alle Jahre wieder das gleiche Bild: Zu Weihnachten leuchteten nicht nur die Augen der Kinder, sondern auch die der Kaufleute. Doch damit scheint es vorbei zu sein. Zumindest die Geschäftsleute stellen sich darauf ein, dass die Bäume für sie in den Wochen vor dem Fest nicht mehr in den Himmel wachsen. Das ergab eine nicht repräsentative Umfrage der NWZ.

„Das Weihnachtsgeschäft ist nicht mehr wie vor 20 Jahren“, sagt der Vorsitzende des Werbekreises Nordenham, Jürgen Bley. In seinem Fernseh-Geschäft an der Grünen Straße hat er in den Wochen vor dem Fest vor allem mit Trendartikeln wie Plasma-Fernsehern und DVD-Produkten zusätzlichen Umsatz gemacht. Alltagsartikel kauften die Kunden dagegen mehr und mehr nach Bedarf und nicht mehr zu Weihnachten. „Außerdem haben die Leute schon fast alles“, sagt Bley.

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Zudem verstärke sich der Trend, dass die Nordenhamer am Wochenende in die benachbarten Großstädte fahren, schildert Bley: „Da suchen sie das Erlebnis, aber sie kaufen nicht unbedingt.“

Dennoch müssten die Geschäftsleute an den Langen Advents-Sonnabenden festhalten, fordert Siegfried Irmer, der Vorsitzende des Einzelhandes-Verbandes Wesermarsch-Nord: „Hier zu kürzen, wäre tödlich.“ Dafür sprechen nach seinen Worten auch die Umsätze in seinem Herrenbekleidungsgeschäft: „Alle vier Langen Sonnabende vor Weihnachten waren bei uns besser als im vergangenen Jahr.“

Insgesamt dürften im Weihnachtsgeschäft aber keine großen Steigerungen erwartet werden. „Woher sollen sie kommen?“, fragt Irmer mit Blick auf die Einkommens-Entwicklung.

„Schlechter als in den vergangenen Jahren“ ist es auch in „Hollys Baby- und Kinderwelt“ an der Grünen Straße gelaufen. „Wir haben nicht weniger Kunden im Laden, aber sie geben weniger Geld aus und kaufen gezielter“, sagt der Inhaber Rüdiger von Hollen. Das sei aber keineswegs nur ein Nordenhamer Problem.

„Das Weihnachtsgeschäft beginnt immer später – dann aber mit Macht“, schildert von Hollen. Neben Puzzles und Lego-Technik sei vor allem das Playmobil-Märchenschloss sehr stark gefragt gewesen.

„Auf keinen Fall schlechter als im vergangenen Jahr“ war das Weihnachtsgeschäft im Textilhaus Renken in Abbehausen, wie die Inhaberin Christine Renken sagt. Sie hält es aber für sehr wahrscheinlich, dass dazu auch die Rabatt-Aktion aus Anlass ihrer Geschäftsübernahme am 1. November beigetragen hat. Heutzutage müssten sich die Kaufleute freuen, wenn das Niveau des Weihnachtsgeschäfts im Vorjahr gehalten werde.

Doris Fasting von „Gernegroß“ bemängelt, dass durch den Umbau des Bahnhofsvorplatzes Parkplätze fehlen. Zudem trügen die Leerstände in der Fußgängerzone nicht eben zur guten Laune der Kunden bei. Sie zeigt sich zumindest mit dem Dezember zufrieden: „Ich bin froh, dass es so ist, wie es jetzt ist.“

„Doch noch zufrieden“ ist auch Martin Eichholz, der Leiter der Woolworth-Filiale in der Fußgängerzone. Das Weihnachtsgeschäft sei besser gelaufen als erwartet, allerdings sei das Niveau im Vergleich zu 2004 „stagnierend bis rückläufig“. Die Bildung der neuen Bundesregierung habe den Menschen Ruhe gebracht und Hoffnung auf ein besseres Jahr 2006; das habe die Kauflust doch noch beflügelt.

Sehr gut seien Spielwaren sowie Kosmetik- und Parfümerie-Artikel gelaufen. Auch mit dem Verkauf von Unterhaltungselektronik sei er zufrieden.

Leerstände

betrüben

die Kunden

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