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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Geschichte: Als Erika an der Weser „zitherte“

13.10.2010

BRAKE Die Zither gehört nicht gerade zu den Musikinstrumenten, die in der Wesermarsch gängig sind. Und doch hat sie am Weserdeich – genauer: in Hammelwardermoor – mal eine gewisse Rolle gespielt. Dort nämlich gab es von Ende der 20er bis Anfang der 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts einen Zitherclub, dessen Mitglieder sich regelmäßig zum Musizieren trafen. Nachzulesen ist das in der zweiten Auflage der „Chronik von Hammelwarden“ aus der Feder von Hans Wiechmann, die in Kürze erscheint (die NWZ  berichtete).

Per Bahn nach Bremen

Allzu viel ist nicht überliefert über den Club. Zum Beispiel wird es wohl ein Geheimnis der Geschichte bleiben, warum die musizierende Herrenrunde sich den Namen „Erika“ gab. Ebenfalls nicht überliefert ist, wie das Instrument an die Weser kam. Erstaunlich dabei bleibt, dass es eben nicht nur ein einzelner Spieler war, der die Zither für sich entdeckt hatte, sondern dass es gleich so viele Liebhaber gab, dass es für die Bildung eines Clubs reichte.

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Auf alle Fälle hat Chronik-Autor Hans Wiechmann herausgefunden, dass die Herren nicht nur in der näheren Umgegend musizierten, sondern auch nach beispielsweise Bremen fuhren, um dort Kostproben ihres Könnens abzugeben. Die Fahrt in die Hansestadt sollen die „Erika“-Mitglieder mit der Eisenbahn bewerkstelligt haben.

Das historische Foto, mit dem Wiechmann das Kapitel über den Zitherclub in seiner Chronik illustriert hat, lässt vermuten, dass nicht alle Mitglieder des neunköpfigen Ensembles die Zither spielten. Zwei der Herren auf dem Bild tragen eine Geige, und ein dritter scheint der Gitarrist gewesen zu sein.

Instrument existiert noch

Die Männer, die da „zitherten“ an der Weser, sind bis auf eine Ausnahme namentlich bekannt und in der Chronik beschrieben. Mitglieder des Clubs waren der Zimmermeister Bernhard Oltmanns, der Hausmann Georg Bernhard Sonntag, der Schuhmacher und Gastwirt Bernhard Freels, der Hausmann Julius Beckhusen, Gerd Oeltjen und Heinrich Renken (hier werden keine Berufe genannt) sowie der Kaufmann Heino Freels und der Fotograf Ernst Ley. Alle „Erika“-Männer stammten vom Hammelwardermoor, bis auf den Fotografen Ley, der in Brake wohnte.

Wenigstens eines der Instrumente, die damals zum Einsatz kamen, hat die Zeit überdauert. Eine Zither, die im Jahr 1924 von Johann Hartwig in München gebaut wurde, hält Rolf Sonntag, ein Nachfahre Georg Bernhard Sonntags, in Hammelwarder Außendeich in Ehren.

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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