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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Alte Trauerweide endet als Trauerspiel

10.12.2015

Burhave Er sei traurig und enttäuscht, sagt Hans-Gerd Gerdes. „Es ist unfassbar, dass so etwas in unserem Dorf passiert.“ Nicht nur der Grünen-Ratsherr echauffiert sich darüber, dass am Dienstag auf dem der Butjadingen Kur und Touristik (BKT) gehörenden Grundstück hinter dem Atrium in Burhave eine mächtige Trauerweide gefällt wurde. „Ich überlege, ob ich ihn anzeige“, sagt Hans-Gerd Gerdes. Mit „ihn“ ist Kurdirektor Robert Kowitz gemeint. Der hatte die Abholzaktion veranlasst.

Entsetzt sind auch Sabine und Heinz Friele aus Burhaversiel. Die Trauerweide habe das Ortsbild geprägt. Als die Frieles am Dienstag gewahr wurden, was hinter dem Atrium geschieht, und sich auf den Weg machten, um sich die Sache anzusehen, fanden sie nur noch Überreste und einen Stumpf vor.

„Ein Trauerspiel“, kommentiert der Burhaver Peter Fröhlich die Abholzaktion. Er schätzt, dass die Trauerweide an die hundert Jahre alt war. „Ein gewaltiger Baum“, sagt Peter Fröhlich.

Kurdirektor Robert Kowitz versteht derweil die ganze Aufregung nicht. Die Trauerweide habe „Schäden an Dach und Fach“ verursacht, die Verkehrssicherheit und – durch herunterfallende Äste – auch die Gesundheit von Menschen gefährdet. Daher habe sie gefällt werden müssen. Dem widerspricht Peter Fröhlich. Der Baum hätte nur rechtzeitig ausgeästet werden müssen, dann wäre alles im grünen Bereich gewesen.

Durfte Robert Kowitz den alten Baum fällen lassen? Das bezweifeln Hans-Gerdes wie auch die Frieles und Peter Fröhlich. Doch er durfte es tatsächlich. Das sagt am Mittwoch auf NWZ -Nachfrage Stefan Stührenberg vom Bauamt der Gemeindeverwaltung.

Zwar gebe es für den Bereich Burhave eine Baumschutzsatzung. Die betreffende Trauerweide habe jedoch nicht unter dem Schutz dieser Satzung gestanden. Und wenn es um einen Baum geht, der auf dem Grundstück der BKT steht, habe der Geschäftsführer auch die Möglichkeit, diesen fällen zu lassen, wenn er Gefahr im Vollzug sieht, erklärt Stefan Stührenberg.

Hans-Gerd Gerdes ärgert sich auch darüber, dass Robert Kowitz die Abholzaktion offenbar im Alleingang über die Bühne gebracht hat. Das bestätigt zumindest Jürgen Sprickerhof, Aufsichtsratsvorsitzender der Kurgesellschaften. „Ich wusste von nichts“, sagt er auf Nachfrage. Noch am Montag habe er zusammen mit Bürgermeisterin Ina Korter bei Robert Kowitz einen Termin gehabt. Bei dieser Gelegenheit hätte der Kurdirektor auf die geplante Abholzaktion zumindest hinweisen können oder müssen, so Jürgen Sprickerhof. Weiter möchte sich der Aufsichtsratsvorsitzende zu der Angelegenheit derzeit nicht äußern, sondern erst das Gespräch mit Robert Kowitz suchen.

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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