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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Technologien: Alte Verwandte rücken näher zusammen

21.04.2012

EINSWARDEN Wohin steuert die Windenergietechnik? Nach Ansicht von Professor Diplom-Ingenieur Henry Seifert von der Hochschule Bremerhaven ist wegen des anhaltenden Booms ein Ende des Größenwachstums der Anlagen noch nicht in Sicht. Die Technik stößt aber bereits an ihre Grenzen. Hier müssten Windenergiebranche und Luftfahrtindustrie, die alte Verwandte seien, zusammenarbeiten.

Das machte der Wissenschaftler Donnerstagabend bei einer Vortragsveranstaltung im Foyer des Technologiezentrums in Einswarden auf Einladung der Goethe-Gesellschaft Nordenham vor rund 80 Zuhörern deutlich.

Zuvor hatte Dr. Ingenieur Christian Kulik, Technologie-Entwickler des Flugzeug-Strukturen-Herstellers Premium Aerotec, eine Einführung in die Arbeit des im September vergangen Jahres eröffneten Technologiezentrums gegeben. Wie berichtet, soll hier in unmittelbarer Nähe zum größten Werk (2300 Beschäftigte) von Premium Aerotec in Zusammenarbeit verschiedener Firmen und wissenschaftlicher Einrichtungen geforscht werden. Ziel: Antworten auf die Frage, wie der Leichtbauwerkstoff CFK kostengünstiger als bisher verarbeitet werden kann.

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CFK ist die Abkürzung für kohlenstofffaserverstärkte Kunststoffe. In drei neuen Werkshallen von Premium Aerotec in Einswarden ist im vergangenen Jahr die automatisierte Serienproduktion von CFK-Schalen für den neuen Airbus-Langstreckenflieger A 350 erfolgreich angelaufen.

Weniger Kosten

Flugzeugteile aus CFK sind außerordentlich stabil und leicht. Mit Bauteilen aus CFK statt Metall lassen sich Treibstoffkosten in der Luftfahrt deutlich senken.

Christian Kulik sagte, dass Premium Aerotec in der Zukunft Leichtbau-Komponenten nicht nur für Flugzeuge, sondern vielleicht auch für Windenergieanlagen fertigen könnte.

Professor Henry Seifert geht davon aus, dass noch größere Rotorblätter für noch leistungsfähigere Windenergieanlagen künftig nur noch aus CFK gefertigt werden können. Und: Herstellungsprozesse müssten ähnlich wie im Flugzeugbau optimiert werden.

Die extrem zunehmende Größe der Rotoren stelle an die konstruktive Auslegung und besonders an die Materialien und die Betriebsfestigkeit besonders hohe Anforderungen. Hier ähnelten sich bereits jetzt die technologischen Herausforderungen für Luftfahrtindustrie und Windenergiebranche.

Der Wissenschaftler machte auch deutlich, dass beide Branchen alte Verwandte sind. Denn 1957 sei erstmals ein Rotor einer Windenergieanlage aus Glasfaserverbundstoffen gebaut worden. Im selben Jahr sei erstmals ein Segelflugzeug aus kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffen (CFK) gefertigt worden – und auch geflogen. Anfang der 80er Jahre sei das erste Rotorblatt für Windenergieanlagen mit CFK produziert worden.

Für die Entwicklung noch größerer und noch wirtschaftlicherer Windenergieanlagen müssen nach Einschätzung des Wissenschaftlers aber nicht nur weitere technologische, sondern auch logistische Herausforderungen gemeistert und mehr Akzeptanz in der Bevölkerung gewonnen werden.

Schüler begeistern

Nicht zuletzt komme es darauf an, Schüler für Ingenieurberufe zu begeistern. Der Hochschullehrer wies auf die Studienangebote in Bremerhaven hin. Auch die Politik sei gefordert, Elan und Neugier bei der Jugend stärker zu fördern. Henry Seifert: „Die Zukunft liegt in den Köpfen unserer Kinder.“

NWZTV zeigt einen Beitrag unter http://wwwNWZonline.de/nwztv

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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