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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Dorferneuerung: Alter Blexer Radarturm muss nun doch weichen

07.02.2014

Blexen Auf Vorschlag der Stadtverwaltung ist im Sommer 2012 der alte Radarturm im Blexer Groden in den Dorferneuerungsplan für Blexen aufgenommen worden. Gedacht war an eine touristische Nutzung als Aussichtsturm in Verbindung mit dem geplanten maritimen Erlebnispfad. Doch aus diesem Vorhaben wird jetzt nichts mehr. Das ergaben Nachfragen der NWZ .

Einstimmiger Beschluss

Deichbandvorsteher Burchard Wulff bestätigte, dass der Deichband-Vorstand einstimmig den Abriss des etwa 30 Meter hohen Stahlbeton-Bauwerks mit einer Grundfläche von circa 30 Quadratmetern beschlossen hat – aus Gründen des Deichschutzes. Der Abriss soll bis Herbst dieses Jahres vollzogen werden. Gemäß Kostenvoranschlag wird der Deichband dafür etwa 30 000 Euro aufwenden müssen.

Der Deichbandvorsteher verwies im Gespräch mit der NWZ  darauf, dass der Radarturm innerhalb der 50-Meter-Deichsicherungszone liegt. Nach dem Deichgesetz sei diese Zone nur mit deichrechtlicher Ausnahmegenehmigung bebaubar und diese Genehmigung könne jederzeit widerrufen werden.

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Zudem könne der Deichband nicht mit zweierlei Maß messen, zumal er an der Hunte drei Häuser aufgekauft habe, die im Deichbereich liegen, um sie abzureißen und den Deich zu stärken.

Deich 2005 verstärkt

Der Blexer Deich ist nach Angaben von Burchard Wulff 2005 verstärkt worden, der neue Deichsicherungsweg endet aber kurz vor dem Radarturm und soll noch in diesem Jahr weitergeführt werden bis zum Steelwind-Werk. Davon wird die etwa 600 Quadratmeter umfassende Grundstücksfläche des Turms betroffen.

Der Deichbandvorstand hat einstimmig das Vorhaben eines Bremerhavener Bauunternehmers abgelehnt. Dieser habe im Turm einen Kiosk und Künstlerateliers einrichten sowie auf dem Grundstück einen Parkplatz und an der Weser eine Bootsanlegestelle bauen wollen.

Ein anderer Investor habe eine Windkraftanlage errichten wollen. Diese sei an diesem Standort aber nach Auskunft des Landkreises nicht genehmigungsfähig.

„Ich bin von der Entscheidung des Deichbandes überrascht worden“, sagt Tim Lorenz, Mitarbeiter im Stadtplanungsamt. „Der alte Radartum könnte eine Landmarke sein.“ Im Dorferneuerungsplan gehöre der Turm zwar nicht zu den vorrangigen Vorhaben und bisher seien die Überlegungen für eine Aussichtsplattform nicht weiterverfolgt worden. Dennoch sei zu bedauern, dass daraus nichts mehr werden kann. „Besucher hätten einen wundervollen Blick auf Bremerhaven und die Wesermündung. Das wäre ein attraktiver Anziehungspunkt für Touristen.“

Eine gewerbliche Nutzung sei jedoch auch aus Sicht der Stadt nicht möglich, weil der Radarturm im Außenbereich liegt. Der auf den Weg gebrachte Bebauungsplan für den Blexer Groden ziele auf industrielle Nutzungen ab und beziehe die Radarturm-Fläche nicht mit ein. Windkraftanlagen seien hier planungsrechtlich ohnehin ausgeschlossen.

Der Blexer Peter Lehmann (70) hat sich intensiv mit der Dorfgeschichte beschäftigt. Er bezweifelt, dass der Turm zu Füßen des Deiches touristisch nutzbar wäre. Die Räume im Stahlbeton-Bauwerk seien zu klein. „Die Aussicht vom Turm auf Bremerhaven wäre auch nicht wesentlich besser als die Aussicht, die man bereits jetzt vom Blexer Deich aus hat.“


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/wesermarsch 
Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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