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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

MUSEUM: Alter Laden: „Förderkreis kümmert sich um nichts“

25.06.2009

LANGWARDEN „Wir haben ganz viel negative Resonanz bekommen. Wir kommen nicht gut dabei weg. Das geht bis zum Rufmord“, sagen Martina und Torsten Kulla aus Langwarden. Gemeint ist das Echo in der Bevölkerung auf Äußerungen über den alten Kaufmannsladen in Langwarden, die auf der Jahreshauptversammlung des Förderkreises Museum Butjadingen gemacht worden sind.

Die 39 Jahre alte Kindergärtnerin Martina Kulla und der 36-jährige Maurer Torsten Kulla sind Ende 2006 von Brake in das historische Wurtendorf Langwarden gezogen. Im Oktober 2005 hatten sie das 1855 errichtete Wohn- und Geschäftshaus an der Ortsdurchfahrt gekauft.

Mit viel Liebe

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Mit viel Liebe haben sie in Eigenleistung das Wohnhaus saniert und leben hier mit ihrer zwei Jahre alten Tochter. Die weiteren Gebäudeteile wollen sie noch erneuern.

Der 2003 verstorbene Vorsitzende des Förderkreises Museum Butjadingen, Professor Dr. Wilhelm Niggemann, hatte die Impulse gegeben. Dadurch war der 1912 entstandene Laden von Alice Francksen in Verbindung mit einem neuen Geschäft erhalten und am 29. Juni 2003 als historischer Kaufmannsladen neu eröffnet worden. Das Inventar hatte der Förderkreis von der inzwischen verstorbenen Alice Francksen geschenkt bekommen. Seit Oktober 2006 ist der Laden geschlossen.

Der Bericht in der NWZ über die Versammlung des Förderkreises hatte die Schlagzeile „Alter Kaufmannsladen bereitet Sorgen“. Martina und Torsten Kulla kommentieren: „Uns bereitet der Förderkreis Sorgen, denn der kümmert sich um gar nichts.“

Die Behauptung der Vorsitzenden Dr. Marlene Laturnus, der Förderkreis habe Hausverbot, treffe nur teilweise zu. Hausverbot sei lediglich gegen Museumsleiterin Gabriele Speckels ausgesprochen worden, „weil sie so permanent unfreundlich war.“

Gespräche erwünscht

Martina und Torsten Kulla sagen, der Förderkreis habe sich in den letzten zwei Jahren nicht gemeldet. Auch seit der Versammlung sei keine Initiative ergriffen worden. Vor zwei Jahren habe es ein Gespräch mit Marlene Laturnus und Gabriele Speckels gegeben. Dabei hätten sie um Sanierung des Ladeninventars gebeten, denn dafür sei der Förderkreis vertraglich zuständig.

Behauptungen der Vorsitzenden Laturnus, wonach die mit dem Vorbesitzer Frank Jung abgeschlossenen Verträge schwammig seien, träfen nicht zu. „Die Verträge sind nicht schwammig. Der Förderkreis kommt seinen Pflichten nicht nach.“

Das bestätigt Vorbesitzer Frank Jung (38) aus Ruhwarden, der das Anwesen 2003 gekauft hatte: „Die Verträge sind absolut nicht schwammig. Der Förderkreis hat nur zu spät erkannt, dass er sanieren muss und dass der Eigentümer auch im Laden Nutzungsrechte hat.“

Der frühere Museumsleiter Ewald Deharde habe zugesagt, bei der Sanierung der Räume zu helfen, aber daraus sei nichts geworden. Inzwischen seien Teile der Ladeneinrichtung stark vom Holzwurm befallen. „Da muss dringend etwas passieren.“

Spendendose

In diesem Zusammenhang fragen sich die Hauseigentümer, was aus dem Geld geworden ist, das während der Öffnungszeiten in den Jahren 2005 und 2006 in die aufgestellte Spendendose gelangte. Dieses Geld sei für die Sanierung der Einrichtung vom Förderkreis gesammelt worden.

Die Sanierung der Räume wollen Martina und Torsten Kulla übernehmen – trotz Ausbleiben der Hilfe des Förderkreises. Sie wollen auch gerne den Laden wieder eröffnen, wenn sie eine kleine Teestube einrichten können, die Museumsleiterin Speckels bisher abgelehnt habe.

Für die Sanierung des historischen Ladeninventars aber bleibe der Förderkreis zuständig, der leider seiner Verpflichtung bisher nicht nachgekommen sei. Schon wegen des sehr starken Holzwurmbefalls sei diese Sanierung dringend nötig.

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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