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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Umwelt: Angler bangen um ihre Fischereireviere

08.09.2016

Nordenham Der Fischereiverein Butjadingen mit seinen rund 750 Anglern bangt um seine Existenz. „Alle von uns genutzten öffentlichen Gewässer wie die Gateteiche in Nordenham, die Pütten in den Seenparks in Blexersande und Friedrich-August-Hütte sowie die Gemeindepütte in Tossens vegetieren aufgrund ihrer organischen Belastung dem Ende einer ordnungsgemäßen Fischereinutzung entgegen“, begründet Vorsitzender Hans-Helmut Petter den jetzt öffentlich gemachten Hilferuf.

Der Butjadinger Fischereiverein sei nach dem Niedersächsischen Fischereigesetz verpflichtet, für einen ausgeglichenen und artenreichen Fischbesatz zu sorgen. Gleichzeitig mache er sich nach dem Tierschutzgesetz strafbar, wenn er Fische in einem Gewässer aussetzt, dass dafür nicht geeignet ist. Dieser Zustand sei in den genannten Gewässern bald erreicht, erläutert Hans-Helmut Petter des Dilemma.

„Wir müssen von Jahr zu Jahr vermehrt mit hohem finanziellen und personellen Aufwand zurechtkommen, um die Aufgaben aus den Pachtverträgen zu bewältigen. Das ist ohne Hilfe von außen bald nicht mehr möglich“, verdeutlicht der Vorsitzende.

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Die größten Probleme seien der Sauerstoffmangel und der erhöhte Algenbewuchs in den Gewässern. Dafür gibt es nach Auskunft von Hans-Helmut Petter mehrere Gründe: „Bei der Entstehung der Teiche hat man nie auf uns gehört. Immer wieder haben wir Tiefen von mindestens 2 bis 3 Meter gefordert. Das wurde in der Regel abgelehnt, weil die Erde unterhalb von 1,5 Meter für den Deichbau nicht verwendet werden kann.“

Die Fische vergessen

Um den Bürgern eine Naherholungsstätte zu bieten, aber auch um Vögeln und anderen Tieren Schutz zu geben, hat man die Uferbereiche mit Bäumen und Sträuchern zugepflanzt. Im Laufe der Jahre sei so ein tolles Erholungsgelände entstanden. „An jegliches Getier wurde gedacht, nur an die Fische nicht“, kritisiert der Fischereiverein-Chef.

Mit der Höhe der Bäume nehme der Windeinfall auf die Gewässer ab. Es finde keine Umwälzung des Wassers mehr statt, wodurch sich der Sauerstoffgehalt verringere, berichtet Hans-Helmut Petter. Zudem sorgten Tonnen von Laub auf dem Grund der Seen für eine ständig steigende Faulschlammschicht, die dem Wasser den letzten Sauerstoff entziehe.

Ein weiteres Problem sei die Bildung der ebenfalls Sauerstoff verzehrenden Algen. Sie seien das Produkt der Überdüngung der Gewässer durch die Blätter, durch Gülle aus der Landwirtschaft und durch den Kot der Wasservögel.

Dass besonders die Gateteiche sowie die Pütten in Blexersande und in Tossens vor dem ökologischen und biologischen Untergang stünden, sei auch das Ergebnis einer falsch verstandenen Tierliebe. Die Angler halten ein sofortiges Fütterverbot der Wasservögel nicht nur für wünschenswert, sondern für dringend erforderlich. „Was über den Kot der Tiere an Nährstoffen den Gewässern zugeführt wird, ist nicht mehr haltbar“, sagt Hans-Helmut Petter. Darüber müssten die Besucher der Pütten aufgeklärt werden.

Auf Unterstützung hoffen

Die Gewässer zu unterhalten, sei nicht allein Sache des Fischereivereins, macht Hans-Helmut Petter deutlich. „Wir hoffen auf Unterstützung von und auf eine gute Zusammenarbeit mit der Stadt Nordenham, den Gemeinden Butjadingen und Stadland, der Butjadingen Kur- und Touristikgesellschaft, dem Entwässerungsverband Butjadingen und dem II. Oldenburgischen Deichband.“ Der Vorsitzende erinnert daran, dass die Angler gemäß Bundesnaturschutzgesetz anerkannte Naturschützer und somit legitimiert sind, in Natur- und Umweltschutzfragen angehört zu werden.

Rolf Bultmann Nordenham / Redaktion Nordenham
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