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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Angst vor Giftködern geht in Elsfleth um

25.08.2015
NWZonline.de NWZonline 2015-08-25T20:22:15Z 280 158

Kater „lilo“ Ist Tot:
Angst vor Giftködern geht in Elsfleth um

Lienen Seit Donnerstag war Kater „Lilo“ von Familie Trautvetter aus Lienen spurlos verschwunden. Am Sonntag fand ihn ein Nachbarjunge tot auf einem Grundstück ganz in der Nähe. Der knapp ein Jahr alte Kater lag neben seinem Erbrochenem. Für Bianca und Reinhardt Trautvetter ist klar: „Lilo“ wurde vergiftet.

Seit mehreren Wochen schon kursieren in der Wohnsiedlung rund um die Reeder-Ramien-Straße und auf den Spazierwegen am benachbarten Huntedeich am Yachthafen Gerüchte, dass möglicherweise ein Tierhasser dort Giftköder – unter anderem in Form von präparierten Wurststücken – auslegt.

„Viele Hundehalter haben inzwischen Angst, ihre Tiere am Deich frei laufen zu lassen, und weichen auf die Wiesen an der Kasernenstraße aus“, berichtet Bianca Trautvetter. Nun ist auch fraglich, ob die Tiere dort sicher sind. Nach dem Hinweis einer Hundebesitzerin fand Familie Trautvetter dort am Sonntag merkwürdige Pakete, die inzwischen zur Untersuchung bei der Polizei in Elsfleth liegen.

Noch unklar ist, ob es sich dabei tatsächlich um Giftköder handelt, sagt Wolfgang Nieß von der Elsflether Polizei, auf Nachfrage der NWZ . In den grau-braunen Paketen befinden sich streng riechende Tücher. Es könne sich laut Polizei auch um Putzmittel handeln, die auf der Fläche illegal „entsorgt“ wurden.

Ob Kater „Lilo“ auf einem seiner Streifzüge mit den Paketen in Kontakt gekommen und daran verendet ist, kann wohl kaum abschließend geklärt werden. Wer etwas über die mögliche Herkunft der Pakete weiß, kann sich unter der Telefonnummer 04404/2263 mit der Polizei in Elsfleth in Verbindung setzen.

Bianca und Reinhardt Trautvetter und ihre drei Kinder trauern unterdessen um ihren kleinen Kater, den sie im November vorigen Jahres im Alter von acht Wochen bekommen hatten – und den sie nun schon vor seinem ersten Geburtstag begraben mussten. „Er gehörte fest zur Familie“, sagt Bianca Trautvetter. „Lilo“, der damals zunächst für ein Kätzchen gehalten wurde und so seinen ungewöhnlichen Namen bekam, sei anhänglich wie ein Hund gewesen, habe oft Nähe gesucht und sie sogar auf Spaziergängen begleitet, so die 38-Jährige.

Der Verdacht, jemand habe „Lilo“ absichtlich getötet, macht Bianca Trautvetter schwer zu schaffen: „Auch deshalb will ich andere Tierhalter warnen und sie bitten, vorsichtig zu sein und auf verdächtige Gegenstände zu achten.“