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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Anwohnern stinken wilde Müllkippen

26.04.2016

Schockum Als Yvonne Neumann am vergangenen Donnerstagabend auf dem Weg nach Hause den Neudeichsweg entlangfuhr, konnte sie gerade noch rechtzeitig bremsen. Im Schweinwerferlicht ihres Autos türmte sich ein Müllhaufen auf: Betonreste, Folie und Gartenabfall. Gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Bernd Böschen, der in Schockum einen Bauernhof betreibt, entfernte sie mitten in der Nacht den Müll von der Fahrbahn. „Schließlich ist das lebensgefährlich. Meine Tochter fährt hier oft mit dem Roller entlang“, sagt der Landwirt.

Bernd Böschen ist sauer auf den Verursacher. Nicht zum ersten Mal werde rechts und links des Neudeichswegs Müll entsorgt. „Das geht schon seit vielen Jahren so“, ärgert sich Bernd Böschen. Oft ist es Grasschnitt, der in die Landschaft geworfen wird. Diesmal waren Buchsbaum und Efeu dabei. Im Graben befinden sich zudem Reste von Fliesen und weiterer Müll. Bernd Böschen vermutet, dass der Umweltsünder gestört wurde und dass der Müll deshalb auf und nicht wie sonst neben der Fahrbahn landete. Wegen der Menge des Mülls geht er zudem davon aus, dass der Unbekannte mit einem Anhänger unterwegs war.

Ein Einzelfall ist das nicht. Vor gerade einmal drei Wochen hat der Landwirt eine alte Tür am Straßenrand in der Nähe des Deichs gesehen. Gerade erst hat sich die Dorfgemeinschaft Volkers über illegale Müllentsorgung an der Straße Am Rhynschloot zwischen Blexen und Volkers beklagt (die NWZ berichtete). Dort hatten Unbekannte an mehreren Stellen haufenweise Rasenschnitt entsorgt.

Für die Polizei sind solche Vorfälle nicht neu. „Das kommt leider immer wieder vor“, sagt Frank Jantzen, der im Polizeikommissariat Nordenham unter anderem für Umweltdelikte zuständig ist. In der Regel handelt es sich bei diesen Fällen um Ordnungswidrigkeiten“, sagt Frank Jantzen. Je nach Menge und nach Art des Mülls könne aber auch eine Straftat vorliegen. Den Verursachen auf die Spur zu kommen, sei allerdings schwierig. Es sei denn, die Täter werden beobachtet und der Polizei gemeldet. „In manchen Fällen hinterlassen sie aber auch eindeutige Spuren.“

In der Regel spielen sich diese Taten in abgelegenen Gebieten ab. Die Täter entsorgen ihren Müll häufig im Schutz der Dunkelheit und machen sich unerkannt aus dem Staub. Auch für Rainer Stoffers, den Leiter des städtischen Bauhofs, ist das ein großes Ärgernis. „Wir haben fast täglich mit illegal entsorgtem Müll zu tun“, sagt er.

Die Bandbreite reicht dabei von Grasschnitt und Schnellimbiss-Verpackungen über Fahrräder, Teppich- und Tapetenreste bis hin zu alten Reifen. Auch Elektrogeräte, Kanister mit Altöl, Farbeimer und weitere umweltschädliche Stoffe werden immer wieder gefunden. Manchmal hinterlassen die Verursacher Spuren. „In solchen Fällen erstatten wir Anzeige, die Täter müssen dann für die Kosten der Entsorgung aufkommen“, sagt Rainer Stoffers. In der Regel bleibt allerdings der Bauhof auf den Kosten sitzen. Und die sind nicht unerheblich. Rainer Stoffers schätzt sie auf jährlich 10 000 bis 15 000 Euro.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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