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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Auch im Alter in Bewegung bleiben

20.09.2014

Lemwerder Frei nach dem Motto: „Altern ist keine Krankheit“ referierte Dr. Carsten Dähnhardt im Rahmen der Welt-Alzheimer-Woche darüber, was man dafür tun kann, um fit und aktiv bis ins hohe Alter zu bleiben.

Neben Muskelschwund, Gedächtnis- oder Konzentrationsschwierigkeiten habe das zunehmende Alter durchaus nicht nur schlechte Seiten, denn schließlich könne dann aus seinen reichlich gewonnenen Erfahrungen schöpfen, tröstete der Lemwerderaner Apotheker. Und nicht jede Vergesslichkeit deute gleich auf eine einsetzende Demenz hin, hieß es weiter, bevor Dähnhardt die unterschiedlichen Krankheitsformen erklärte.

Durchblutung fördern

Während Alzheimer ein Abbau der Vernetzungen der Gehirnzellen sei, sind für Demenz Durchblutungsstörungen die Ursache. Diese können, wie bei Parkinson, Herzrhythmusstörungen, Depressionen oder Flüssigkeitsmangel, zu einem Herabsetzen der Hirnleistung führen. Alles, was die Durchblutung fördere, sei darum gut. Beispielsweise Extrakte aus Gingkoblättern wirken hier oftmals mobilisierend, können aber auch Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten haben. Eine exakte Einstellung der gesamten Medikation sei stets sehr wichtig, betonte Dähnhardt.

Geistig beweglich

Die Gesundheitskarte verschaffe Apothekern einen Überblick über die oftmals komplexe Medikation ihrer Kunden. Sie haben damit manchmal sogar besser als die behandelnden Ärzte die Chance, Wechselwirkungen zu erkennen. Für andere Zwecke gespeichert oder gar weitergegeben werde von den Daten nichts.

Aber auch ganz ohne Pharmaindustrie kann man sich gegen das Altern gut rüsten. Die beste Vorbeugung ist eine gesunde, ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung.

Beweglich müsse der Mensch dabei auf jeden Fall auch geistig bleiben. Selbst im hohen Alter kann man noch Neues lernen, denn nur mit immer neuen Herausforderungen können neue Vernetzungen im Hirn geschaffen werden. „Raus aus der Wohlfühlecke!, heißt es darum, um körperlich und geistig fit zu bleiben“, mahnte Dähnhardt.

Beim „Arbeitskreis Pflege im Landkreis Wesermarsch“ in Brake (Rönnelstraße 1), finden Hilfesuchende auch nach der Welt-Alzheimer-Woche noch Rat. Dort sind sämtliche Angebote aus der Region vernetzt.

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