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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

ARCHITEKTEN: Auch in der Baukrise gut ausgelastet

03.12.2005

ATENS Das Büro besteht seit gut 25 Jahren. Es residiert im alten Spieker.

von heninng bielefeld ATENS - Baukrise? Henning Wessels schüttelt den Kopf. „Wir sind gut ausgelastet“, sagt der Architekt. „Das liegt daran, dass wir uns nicht einseitig spezialisiert haben, obwohl wir sehr spezielle Sachen machen“, ergänzt sein Partner Wolfgang Bendig. „Wir decken eine sehr breite Palette ab.“

In der Tat reicht das Spektrum des Architektenbüros Bendig & Wessels von der Denkmalpflege über die Baubiologie bis zur Planung von Arztpraxen und der Sanierung von Krankenhäusern. Privathäuser baut das im alten Spieker ansässige Unternehmen übrigens auch. „Wir erbringen die Leistung persönlicher als ein großer Bauträger“, sagt Wessels.

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Bendig sagt: „Ich wollte schon immer Architekt werden.“ An seinem Gymnasium in Bremerhaven genoss er einen sehr guten Kunstunterricht. Nach den Abitur studierte er an die TU Aachen, doch nach einigen Jahren zog es ihn zurück an die Weser.

Henning Wessels’ Vater, ein Landwirt aus Inte, baute für sein Leben gern. Er selbst genoss an der Stollhammer Schule bei Friedrich Claus einen sehr interessanten Kunstunterricht. Wessels machte bei Mühlenfeld eine Maurerlehre, schlug den zweiten Bildungsweg ein und studierte in Buxtehude Architektur. Dann kam er zurück: als Mitarbeiter des legendären Architekten Günter Baumann am Bauernweg 21. Von ihm ließ er sich schon in den Siebzigerjahren für Baubiologie begeistern. 1978/79 belegte Wessels ein Seminar an einem Fachinstitut in Rosenheim.

1980 zog es Baumann nach Indien. Per Inserat suchte er einen Nachfolger – und fand Wolfgang Bendig. Mit einem dritten, rein kaufmännisch tätigen Teilhaber entstand im August 1980 das Büro Bendig, Wessels und Partner – zunächst am Bauernweg 21. Im selben Jahr nahmen die beiden ein wichtiges baubiologisches Thema auf: die Hypokaustenheizung. Das ist eine Hohlwand-Heizung, die auf dem Prinzip der altrömischen Fußbodenheizung beruht. Die Strahlungswärme sei angenehmer als die typische Heizungswärme, sagen die Architekten. Sie haben zwischen Ems und Elbe mehrere solcher Heizungen gebaut – auch in Wessels’ Privathaus am Klosterweg.

1982 planten die Architekten das Stadthaus am Markt mit Arztpraxen und Bären-Apotheke – und fanden so den Einstieg in die Praxenplanung. 1983 wollte der Phiesewarder Bauer Wehlau den uralten Spieker von seinem Hofgelände loswerden. Bendig und Wessels bauten ihn Stein für Stein ab und neben der „Friedeburg“ wieder auf. „Das hat uns die Tür zur Denkmalpflege geöffnet“, sagt Henning Wessels.

Sie restaurierten die Kirchen in Abbehausen, Stollhamm, Esenshamm, Waddens und Dedesdorf, aber auch alte Bauernhäuser. Das größte Sanierungsprojekt war 2002 das NSW-Verwaltungsgebäude; ihr größtes Projekt insgesamt das Morgenstern-Museum in Bremerhaven Anfang der Neunzigerjahre. Sie gewannen den Architektenwettbewerb und bekamen den Auftrag. Gleichzeitig sanierten sie die „Friedeburg“ mit Fassade, Foyer, Akustik und Bühnenhaus.

1988 kamen sie durch einen ehemaligen Kollegen aus dem Büro Baumann an ein neues Geschäftsfeld: die Sanierung von Krankenhäusern. Wessels übernahm die Bauleitung bei der Erneuerung der Städtischen Kliniken Oldenburg. „Das ist ein hoher Organisationsaufwand“, erläutert der Architekt, „weil oft im laufenden Betrieb und immer unter Termindruck gearbeitet wird.“ Inzwischen überwacht er die Sanierung eines dritten Krankenhauses in Oldenburg; den erhofften Auftrag für den neuen OP-Trakt der Wesermarsch-Klinik hat das Büro zu seinem Bedauern nicht bekommen. Abgeschlossen ist die Sanierung der Heidekreisklinik in Walsrode.

Aufhören? Wolfgang Bendig (64) und Henning Wessels (56) denken nicht daran. „Viele Architekten arbeiten noch mit 70“, sagt Bendig.

vom burhaver strand bis zum expo-pavillon in hannover

Das Architektenbüro Bendig & Wessels beschäftigt sechs Mitarbeiter: außer Wolfgang Bendig und Henning Wessels die CAD-Zeichnerin Susanne Hübler, die Sekretärin Karin Abraham und als halbe Kraft die Bauzeichnerin Regina Harings. Dazu kommt eine diplomierte Architektin, die aber noch keine Zulassung der Architektenkammer hat: Wessels’ Tochter Silja. Sie absolviert zurzeit ein Praktikum in Riga.

Am Expo-Pavillon der Niederlande hat das Büro auch mitgearbeitet. Durch die Kirchenrestaurierungen hatten sich die Architekten Kenntnisse der Lichtplanung angeeignet. Dadurch bekamen sie von den Stadtwerken Bremen den Auftrag, für einen repräsentativen Raum einen Wasserfall zu bauen. Die Beherrschung dieser Technik führte sie zu den Niederländern. Die brauchten jemanden, der ihnen die Wasserwand ihres Pavillons konstruierte.

Aktuelle Projekte sind die Badelandschaft Burhave, das Klinikum Oldenburg und mehrere gewerbliche und private Bauvorhaben.

Die NWZ-Serie stellt Firmen und Unternehmen vor, die als Mittelständler die Wirtschaft in dieser Region voran treiben.

Sanierung von

Krankenhäusern

ist seit 1988 ein

Schwerpunkt

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