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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Kartellstrafe: Aufatmen bei Recylex und Weser-Metall

20.05.2017

Friedrich-August-Hütte Die Mitarbeiter von Weser-Metall können aufatmen: Die französische Muttergesellschaft Recylex hat sich mit der Europäische Union auf eine gestaffelte Zahlung der Kartellstrafe geeinigt, die dem Unternehmen wegen wettbewerbswidriger Preisabsprachen aufgebrummt worden ist. Nach Angaben der Konzernleitung in Paris hat die EU-Kommission dem vorgeschlagenen Zahlungsplan aufgrund der „speziellen Situation“ der Recylex-Gruppe zugestimmt. Dabei geht es um ein Bußgeld in Höhe von 26,7 Millionen Euro.

Wegen unzulässiger Preisabsprachen beim Einkauf von alten Autobatterien in den Jahren 2009 bis 2012 hatte die Europäische Kommission Anfang Februar Strafen in Höhe von insgesamt 68 Millionen gegen die Unternehmen Campine (Belgien), Eco-Bat Technologies (Großbritannien) und Recylex verhängt. Der ebenfalls beteiligten Firma Johnson Controls (USA) wurde das ihr drohende Bußgeld von 38,5 Millionen Euro im Zuge einer Kronzeugenregelung erlassen, weil es das Kartell den Wettbewerbshütern angezeigt hatte.

Neuer Reduktionsofen

Mit Einzelheiten zu den ausgehandelten Zahlungsmodalitäten hält sich Recylex zurück. Sie seien jedoch mit den voraussichtlichen Mittelflüssen des Unternehmens vereinbar und würden es der Gruppe ermöglichen, ihre finanziellen Verpflichtungen in Frankreich und Deutschland zu erfüllen. Somit sei gewährleistet, dass am Standort Nordenham der Bau des neuen Reduktionsofens für die Bleihütte von Weser-Metall wie geplant fortgesetzt werden könne. Die Inbetriebnahme ist für die erste Jahreshälfte 2018 vorgesehen.

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In den Reduktionsofen investiert der Konzern etwa 40 Millionen Euro. Das Projekt, soll die Wirtschaftlichkeit der Hüttenanlage durch eine Steigerung der Bleiproduktion um jährlich mindestens 30 000 Tonnen erhöhen. Zur Absicherung der Kredite hat das Land Niedersachsen eine Finanzierungsgarantie übernommen.

Das bei Weser-Metall erzeugte Blei stammt zwar zu 70 Prozent aus alten Auto-Batterien, jedoch werden diese in bereits bearbeiteter Form von anderen Firmen der Recylex-Gruppe bezogen.

Dank der Vereinbarung mit der Europäischen Kommission ist Recylex jetzt in der Lage, die Konzernrechnung 2016 abzuschließen. Sie soll am 24. Mai 2017 im Anschluss an eine Sitzung des Aufsichtsrates veröffentlicht werden. Bei der Gelegenheit will das Unternehmen detaillierte Auskünfte über seine Barmittel und Schulden geben.

Steigende Preise

In einer Pressemitteilung verbreitet Yves Roche, Vorstandsvorsitzender der Recylex-Gruppe, große Zuversicht. Nach der Einigung mit der Europäischen Kommission könne das Unternehmen „mit Vertrauen in die Zukunft blicken und sich auf die Wiederherstellung der Rentabilität der Gruppe konzentrieren“. Das gelte vor allem für den Geschäftsbereich Blei.

Yves Roche verweist auf einen Anstieg der Blei- und Zinkpreise, der dazu geführt habe, dass die Recylex-Gruppe ihre Zahlen im zweiten Halbjahr 2016 „signifikant verbessern“ konnte. Im ersten Quartal 2017 sei der Umsatz ebenfalls kräftig angestiegen.

Der Geschäftsführer der Weser-Metall GmbH in Nordenham, Dr. Andreas Sieverdingbeck, hat die Mitarbeiter in einem Rundschreiben über die Vereinbarung mit der EU-Kommission informiert. „Für uns alle bedeutet dies, dass wir uns jetzt wieder voll auf die anstehenden Projekte und das Tagesgeschäft konzentrieren können“, betont er. Andreas Sieverdingbeck dankt den Beschäftigten für die „Ruhe, Besonnenheit und gute Arbeit in den zurückliegenden Zeiten der Unsicherheit“.

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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