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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Jugendamt: Aus dem Schneckenhaus heraus geholfen

16.07.2013

Wesermarsch Als Maike H.* vor rund dreieinhalb Jahren mit ihrer damals gut einjährigen Tochter Carmen* aus der Großstadt in die Wesermarsch zog, glaubte sie, sich und ihrem Kinder etwas Gutes zu tun. Doch tatsächlich gab es viele Probleme.

Maike H. hatte die meisten Kontakte in ihre alte Heimat abgebrochen. „Ich wollte einen Schnitt machen“, sagt sie. Doch es gelang Maike H. nicht, neue Kontakte zu knüpfen. Sie zog sich mehr und mehr in die Isolation zurück. „Ich war nur noch auf meine Tochter fixiert – und meine Tochter auf mich“, berichtet die Frau. Den Weg aus dem Schneckenhaus heraus fand sie mit Hilfe des Landkreises, der ihr für ihre Tochter eine Patin an die Seite stellte.

Im November vergangenen Jahres hatte der Landkreis ein Projekt gestartet, um ein Hilfeangebot für Kinder von psychisch kranken Eltern zu schaffen. Über die Kreisvolkshochschule hatte der Landkreis fünf Frauen und Mann aus der Wesermarsch zu ehrenamtlichen Paten ausbilden lassen. Sie schlossen im Januar die Weiterbildung ab. Was ist ein halbes Jahr später daraus geworden?

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Michaela Onken aus Nordenham ist eine der Patinnen. Sie arbeitet an einer Grundschule als Betreuungskraft, gibt Schwimmkurse für Kinder und ist im Auftrag des Jugendamtes des Landkreises als Erziehungsbeistand tätig. Außerdem hat sie schon als Tagesmutter Kinder betreut.

In der Zeitung las die 48-Jährige, dass der Landkreis Paten für die Kinder von psychisch kranken Eltern sucht. „Ich dachte mir, das ist eine gute Möglichkeit, meinen Horizont zu erweitern“, sagt Michaela Onken. Sie absolvierte die Ausbildung und bekam im Januar ihr Zertifikat.

Etwa zur selben Zeit gestand sich Maike H. selbst ein, dass sie ohne Hilfe und ohne jemanden, der sich gelegentlich um ihre kleine Tochter kümmert, nicht länger klarkommen würde. Sie wandte sich an das Jugendamt des Landkreises, bei dem Hauke Grzibek ihr von dem Patenschaftsmodell berichtete. Dabei stellte sich heraus, dass Maike H. mit einer der Patinnen bereits bekannt war – sie und ihre Tochter hatten Michaela Onken bereits durch einen einem Schwimmkursus kennengelernt. Michael Onken kümmerte sich um die kleine Carmen. Damit verschaffte sie der Mutter des Mädchens den Freiraum, den sie brauchte, um zurück ins Berufsleben zu finden – und damit auch zurück ins Leben.

Diese Erfolgsstory soll sich im Landkreis noch möglichst oft wiederholen. Daher sucht das Jugendamt weitere Interessenten, die sich zu Patinnen oder Paten ausbilden lassen möchten. Die Patenschaft wird laut Hauke Grzibek ganz individuell dem jeweiligen Bedarf angepasst. Vorgesehen ist zunächst aber, dass sich Pate und Kind wenigstens alle zwei Wochen für zwei Stunden treffen und dass das Kind mindestens alle sechs Wochen in der Patenfamilie übernachtet. Nähere Auskünfte erteilt Grzibek unter Telefon   04401/927475 oder per Mail an die Adresse Hauke.Grzibek@lkbra.de.

Maike H. und ihre Tochter kommen wieder alleine zurecht. Michael Onken bereitet sich derweil auf ihre nächste Patenschaft vor, die der Kreis bereits angebahnt hat.

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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