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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Wirtschaft: Aus für die Firma Rommerskirchen

02.08.2011

BRAKE Menschenleer präsentiert sich an diesem Montagvormittag die Produktionshalle der Firma Rommerskirchen in der Max-Planck-Straße. Eigentlich sollte hier jetzt Betrieb herrschen. Doch die Maschinen stehen still. Und das werden sie auch künftig tun. Die Firma steht vor dem endgültigen Aus. 23 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verlieren ihren Job.

Belegschaft „freigestellt“

Gut ein Jahr ist es her, dass Dr. Karl Netzel, der damalige Geschäftsführer und Inhaber der Firma Rommerskirchen, Insolvenz anmelden musste. Zum Insolvenzverwalter war der Oldenburger Rechtsanwalt Stefan Hinrichs bestellt worden. Der hat den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nun mitgeteilt, dass der Geschäftsbetrieb eingestellt wird. „Vor diesem Hintergrund habe ich Ihre Freistellung von der Arbeitsleistung zu erklären“, heißt es in einem von Hinrichs verfassten Schreiben an die Beschäftigten. Und: „Darüber hinaus werden Ihnen in den nächsten Tagen die Kündigungen Ihrer Arbeitsverhältnisse aus betrieblichen Gründen, hier die Schließung des Geschäftsbetriebes, zugehen.“

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Aus dem Schreiben des Insolvenzverwalters geht auch hervor, dass es offenbar einen potenziellen Investor gab, der den Brake Betrieb übernehmen wollte – laut Hinrichs ist das die Firma Benien Produktionstechnik GmbH aus Delmenhorst. Die Verhandlungen mit Benien seien jedoch gescheitert, lässt Hinrichs die Mitarbeiter wissen.

„Nachfrage reduziert“

Als Grund für die Einstellung des Geschäftsbetriebes nennt Hinrichs den Umstand, dass „der wichtigste Auftraggeber des Unternehmens im beachtlichen Ausmaß die Nachfrage reduziert“ habe. Den Beschäftigten empfiehlt der Insolvenzverwalter in seinem Schreiben, schon jetzt einen Antrag auf Arbeitslosengeld zu stellen, „um sicherzustellen, dass Sie im Monat August entsprechende Zahlungen durch die Agentur für Arbeit erhalten“.

Hinrichs betont, dass das Unternehmen „ohne weitere Liquiditätszuflüsse von Dritten nicht mehr überlebensfähig“ sei. Daher bleibe ihm nun nichts anderes übrig, als den Geschäftsbetrieb einzustellen. „Diese äußerst negative Entwicklung bedaure ich sehr, zumal insbesondere Sie als Belegschaft fortwährend engagiert mitgearbeitet haben“, so Hinrichs in dem Brief.

Dieses Kompliment mögen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht zurückgeben. Britta Speckels, Mitglied der von dem Insolvenzverwalter eingesetzten dreiköpfigen Betriebsleitung, berichtet, dass die Beschäftigten „stinksauer und wütend“ auf Hinrichs seien. Die Belegschaft werfe dem Insolvenzverwalter vor, Fehler gemacht und sie lückenhaft informiert zu haben. „Er hat unsere Existenz kaputt gemacht“, sagt Britta Speckels. Sie ist davon überzeugt, dass der Betrieb „mit einem fähigen Kopf“ an der Spitze gute Chancen hätte, wieder auf die Beine zu kommen. Während der Insolvenzzeit sei kein Kunde von der Fahne gegangen, so Britta Speckels.

Insolventverwalter Stefan Hinrichs war am Montag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Die am 1. Oktober 1988 gegründete Firma Rommerskirchen ist auf die Herstellung von Formteilen aus Polyurethan spezialisiert. Im Jahr 2004 hatte Dr. Karl Netzel den Betrieb von Firmengründer Wolfgang Rommerskirchen übernommen.

Bei einer Betriebsversammlung hatte der damalige Geschäftsführer Dr. Karl Netzel die Belegschaft am 20. Juli 2010 darüber informiert, dass er die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt habe. Wenige Wochen später hatte Netzel seinen Hut nehmen müssen. Der Insolvenzverwalter erteilte ihm zudem Hausverbot.

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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