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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Bieten die Deiche noch ausreichend Schutz?

17.02.2017

Brake Wissenschaftler schlagen Alarm: Noch nie habe es zu dieser Jahreszeit weniger Meereis vor der Antarktis gegeben seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1979. Sie befürchten, dass der Klimawandel nun vollends am Südkontinent angekommen ist. So wenig Eis wie in diesem Jahr sei noch nie gemessen worden.

Experten gehen in ihren Prognosen davon aus, dass durch den Klimawandel der Meeresspiegel um mehrere Meter ansteigen werde. Können die Deiche, die beispielsweise die Wesermarsch umschließen, dann noch Schutz bieten? In Schreiben von 2015 und 2016 an das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz hatte Sven Ambrosy, Landrat des Kreises Friesland, auch im Namen von Wesermarsch-Landrat Thomas Brückmann die Besorgnis bezüglich der Deichsicherheit im Bereich der Hauptdeichlinie am südlichen Jadebusen geschildert. Die Rede ist von Deichfehlhöhen und dem notwendigen Ausbau der Deichlinie. Man sorge sich im Bereich des II. Oldenburgischen Deichbandes um die Sicherheit der Bevölkerung in den deichgeschützten Gebieten, hieß es in den Schreiben. Durch den Anstieg des Meeresspiegels sei in der Deutschen Bucht, und damit auch in der Weser, mit einem höheren Wellenauflauf zu rechnen. Ein verändertes Sturmflutgeschehen sei zu erwarten.

Eine höhere verbindliche Finanzausstattung pro Jahr, eine verlässliche Zeitschiene für Maßnahmen sowie eine deutlich verbesserte personelle Ausstattung des Küstenschutzes im NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz), insbesondere im technischen Bereich, sei erforderlich.

Das Umweltministerium hat sich Ende 2016 dazu geäußert. Wie Staatssekretärin Almut Kottwitz mitteilt, gebe es aufgrund der noch bestehenden erheblichen Defizite an der Hauptdeichlinie am Jadebusen dringenden Handlungsbedarf. Sie wies aber darauf hin, dass dem II. Oldenburgischen Deichband für die kommenden drei Jahre bereits mehr als 19 Millionen Euro zugesagt worden seien. Weitergehende Zusagen seien aufgrund anstehender Großprojekte nicht möglich. Anfang des Jahres 2016 hätten rund 200 vordringliche Küstenschutzprojekte mit einem Finanzierungsbedarf von fast 400 Millionen Euro auf der Warteliste gestanden.

 Der Kreistag hatte in seiner Sitzung im Juli 2015 der gemeinsamen Eingabe der beiden Landkreise zugestimmt. Die Staatssekretärin habe nun eine neue Bestickberechnung in etwa einem halben Jahr angekündigt, heißt es jetzt in der Mitteilungsvorlage zur nächsten öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Bauen, Kreisentwicklung, Landwirtschaft und Umwelt am Mittwoch, 22. Februar. Beginn ist um 16.30 Uhr im großen Sitzungssaal an der Poggenburger Straße 15.

Sobald neue Aussagen seitens des Ministeriums vorliegen, sollen diese durch die beiden betroffenen Landkreise bewertet werden.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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