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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Bald keine Kaffeepause bei Tchibo mehr

16.04.2008

NORDENHAM Es ist nur ein kleiner Laden, aber ein großes Stück Kaffeekultur. Doch bald wird Nordenham darauf verzichten müssen: Schon in Kürze schließt die Tchibo-Filiale in der Fußgängerzone.

Das bestätigte am Dienstag der Pressesprecher des Hamburger Tchibo-Konzerns, Professor Klaus-Peter Nebel, im Gespräch mit der NWZ. Einen neuen Leerstand wird es aber nicht geben, denn einen Nachmieter für das 120 Quadratmeter große Ladenlokal gibt es ebenfalls schon: den Mobilfunkanbieter E-Plus.

Einen genauen Schließungstermin konnte Nebel nicht nennen, denn „das wird ein fließender Übergang“. Für die „zwei oder drei“ Mitarbeiterinnen werde innerhalb des Konzerns nach einer Alternative gesucht, sagte der Pressesprecher weiter. „Wir haben insgesamt 13 000 Mitarbeiter, davon 7000 in den deutschen Filialen“, erläuterte er. „Bei einer handelsüblichen Fluktuation von fünf Prozent im Jahr werden 350 Stellen frei.“

Wie Professor Nebel weiter sagte, sind Filialschließungen bei Tchibo nichts Ungewöhnliches: Jedes Jahr würden rund 30 bis 40 der insgesamt 1000 Niederlassungen aufgegeben. Und gerade die kleinen Filialen hätten sich als defizitär erwiesen.

Den Anlass für die Schließung in Nordenham sei die Umstellung auf die neue Unternehmensstrategie „Stärken stärken 2010“. Sie wurde Anfang Dezember vergangenen Jahres in einer Mitarbeiterversammlung vorgestellt. Ziel sei es, zusätzlich zur Marktführerschaft beim traditionellen Filterkaffee auch die Führungsposition in den neueren Segmenten des Kaffeemarktes wie Espresso und Pads zu erreichen.

Dafür soll bis 2010 das Ladennetz „mit einem hohen zweistelligen Millionenbetrag“ neu gestaltet werden. Die Filialen sollen vergrößert werden, um der wichtigsten Kundengruppe, der „Frau auf Einkaufstour“, eine bessere Inszenierung der „Tchibo-Welt“ bieten zu können. Geplant seien täglich wechselnde Snacks und vier Non-Food-Bereiche. Das sei in gut 90 Prozent der bestehenden Filialen möglich, sagte Professor Nebel. Zu den knapp zehn Prozent, in denen das nicht möglich ist, zählt Nordenham. Die Filiale sei zu klein, eine Vergrößerungsmöglichkeit nicht gegeben. Zudem müsse das Umfeld stimmen.

Tchibo mietet das Ladenlokal seit dem 1. November 2004. Anfang Dezember wurde die Filiale nach einem Umbau eröffnet. Für die Tchibo-Niederlassung musste der Eingang der Marktpassage zur Fußgängerzone geschlossen werden; eine Fläche in der Marktpassage hatte Tchibo abgelehnt. Das Unternehmen hatte sich seit 2002 um ein Ladenlokal in Nordenham bemüht.

Auch jetzt, sagte Professor Klaus-Peter Nebel auf Nachfrage der NWZ, sei nicht ausgeschlossen, dass Tchibo auch in Nordenham eine größere Filiale eröffnen könnte. Doch dem Unternehmen sei kein geeignetes Ladenlokal dafür bekannt.

Von der

Tchilling-Bohne

zur Tchibo-Welt

Tchibo ist die Abkürzung für Tchilling-Bohne. Sie ist benannt nach Carl Tchilling-Hiryan, der 1949 zusammen mit Max Herz das Unternehmen gründete. Dahinter steckte die Idee, Röstkaffee auf dem Postweg zu verschicken.

Die erste Filiale mit Probe-Ausschank wurde 1955 in Hamburg gegründet.

Die ersten Depots in Bäckereien und Konditoreien hat das Unternehmen 1963 eingerichtet.

Aktionsthemen unter dem Motto „Jede Woche eine neue Welt“ gibt es seit 1973.

Den Internet-Versand nahm Tchibo 1997 auf. Nach amazon und eBay ist Tchibo die Nummer drei in Deutschland. Ebenfalls 1997 übernahm Tchibo die Eduscho-Gruppe.

Henning Bielefeld
Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham
Redaktion Nordenham
Tel:
04731 9988 2203

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